Der Copa Beach wird vergrößert

© KURIER/Dominik Schreiber

Schicksalswoche
02/15/2016

Copa Cagrana: Neue Strände, neuer Bus und alte Streitereien

Schicksalswoche: Die Stadt entscheidet über die Zukunft der Copa. Pächter Weber ist zurück.

von Dominik Schreiber

Der Disput um die Copa Cagrana schien mit dem Räumungsbescheid im vergangenen Jahr bereits entschieden. Doch so einfach ist das nicht: Der streitbare Generalpächter Norbert Weber meldet sich wieder zurück. Vorerst mit einem Bus, aus dem er Essen und Getränke verkaufen möchte.

Pikant: Der Bus soll genau dort stehen, wo vergangenes Jahr das zum Club Chaya Fuera gehörende Beach House zum Publikumsmagneten wurde.

Denn der Bus-Standplatz ist auf jener Fläche geplant, die die Stadt Wien trickreich über Ecken von Weber zurückpachtete, im Jänner aber zurückgeben musste. Ein Baugenehmigung erhält der Pächter dort natürlich nicht, deshalb setzt er auf den Bus. "Für den brauche ich keine Baugenehmigung und der hat Räder, also ist er auch hochwassersicher", erklärt Weber. Dass ihn die Polizei mit Anzeigen wegen Falschparkens eindecken könnte, glaubt er nicht.

"Beach House" droht das Aus

Die Stadt Wien hat aber offenbar ohnehin wenig Lust, das Beach House wieder zu eröffnen. Die Zusammenarbeit habe nicht so gut geklappt, wie man sich das vorgestellt habe, heißt es hinter vorgehaltener Hand. In den kommenden Tagen sind aber noch Gespräche geplant: "Wir können weder bestätigen, dass wir aufmachen, noch dass wir das nicht tun", heißt es beim Betreiber Chaya Fuera.

Jetzt steht eine Schicksalswoche für die Zukunft der Copa Cagrana an: Dieser Tage wird der Sieger des Bauträgerwettbewerbs gekürt. Dann wird klar sein, wie der gesamte, drei Hektar große Bereich in Zukunft tatsächlich ausschauen wird.

"Zwei bis drei Strände heuer"

"Heuer werden jedenfalls noch zwei bis drei Strände gebaut", erklärt Martin Jank, Chef des Wiener Gewässermanagements. Neben dem bereits bestehenden Copa Beach wird vermutlich auch vor dem ehemaligen Schuh-Ski Sand aufgeschüttet. Ob ein dritter Strandbereich kommt, wird davon abhängen, ob die restlichen Holzhäuser, die den Hochwasserschutz-Bestimmungen nicht entsprechen, rechtzeitig abgerissen werden können. Bevor es tatsächlich so weit ist, sind noch ein paar juristische Hürden zu nehmen.

Stadt will Food-Trucks

Die Versorgung mit Essen und Getränken soll heuer mit Food-Trucks durchgeführt werden. Somit scheint zumindest eines sicher: Auf der Copa Cagrana wird es heuer viel Verkehr geben, wenn Trucks und Webers Bus dort auf und abfahren.

Nicht der gewünschte Renner wurde jedenfalls das mexikanisch-griechische Restaurant im von der Stadt um drei Millionen Euro gebauten Prachtbau am Wasser. Zwar hielt der Pächter tatsächlich den gesamten Winter durch, allzu viele Gäste verirrten sich aber nicht in das Restaurant. Die Bewohner der Donauplatte kritisieren immer wieder die mäßige Qualität der Speisen. Während diese beiden Restaurants kaum besucht werden, wird das China-Restaurant Sichuan auf der anderen Seite der Platte täglich gestürmt. Das Publikum wäre also vorhanden.
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