FPÖ empört: Aufregung um "düsteres Monster-Graffiti" in Wien
Über Kunst lässt sich bekanntlich gut streiten. Das zeigt sich dieser Tage in Döbling: Seit 18. Mai findet dort das „Calle Libre Festival“ statt, eine mehrtägige Veranstaltung, während der im gesamten Bezirk Wandgemälde entstehen. Eines davon, auf der Fassade eines Gemeindebaus in der Krottenbachstraße 104, ist bereits fertiggestellt und sorgt nun für Aufregung. Die FPÖ sieht in dem Gemälde ein „düsteres Monster-Graffiti“.
Die Kritik geht aber noch deutlich weiter: Der Verein Calle Libre habe sich nicht an die Absprachen mit dem Bezirk gehalten und die Motive nicht vorab zur Abstimmung vorgelegt, heißt es. Nun fordert die FPÖ den „sofortigen Stopp“ weiterer Projekte sowie der Förderung in Höhe von 10.000 Euro.
Kritik „erwartbar“
Kritik vonseiten der FPÖ Döbling sei laut Calle Libre „nach deren Wortmeldungen zur Bemalung des APA-Towers“ erwartbar gewesen. Bei dem Mural Krottenbachstraße handle es sich aber nicht um ein Monster, sondern um „die Mitbewohnerin des Künstlers, wie sie sich während Corona die Nägel lackierte“, sagt Jakob Kattner von Calle Libre. Das Konzept für das Festival in Döbling habe man dem Bezirk bei der Kulturkommissionssitzung im März vorgelegt.
Dass es diese Sitzung gab, bestätigt Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP). Allerdings sei dem Bezirk nur das Konzept, nicht aber die einzelnen Motive vorgestellt worden – obwohl Letzteres vereinbart gewesen sei. Man werde deshalb nun noch einmal mit Calle Libre ins Gespräch treten, sagt Resch.
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