Chronik | Wien
29.11.2018

Betrüger-Trick aus den 90ern erlebt Revival

Mit dem „Wash-Wash-Trick“ wurden zwei Wiener um mehrere hundert tausend Euro erleichtert.

Was in den 90er-Jahren funktionierte, klappt anscheinend immer noch. Ein Pärchen im Alter von 31 und 33 Jahren fiel jedenfalls auf den Wash-Wash-Trick herein. Die beiden lernten im November 2017 zwei „Diplomaten“ aus Gabun kennen. Die Männer sagten, dass sie mehrere Millionen Euro nach Österreich gebracht hätten, es gäbe aber ein Problem: Das Geld sei angeblich schwarz eingefärbt und die Chemikalien, die nötig sind um es zu waschen, seien sehr teuer. Außerdem würde das Geld bei Vermengung mit anderem Geld entfärbt werden.

Papierstreifen statt Geld

Das Pärchen hoffte auf Millionen und übergab den Betrügern mehrere hundert tausend Euro. Anstatt entfärbtem Geld, bekamen die Wiener später nur Papierstreifen.

Die Polizei fahndete international nach den Männern. Ein 40-Jähriger konnte am Mittwoch auf dem Flughafen Roissy in Paris festgenommen werden. Der Mann war gerade auf dem Weg nach Kamerun. Nun befindet er sich in Wien und bestreitet alle Vorwürfe. Sein Komplize ist weiter flüchtig.