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Chronik Wien
05/20/2021

Betriebsimpfungen in Wien: Nun kommen Handelsangestellte und Friseure dran

Heute startet in Wien die nächste Phase des betrieblichen Impfens. Nun kommt Kategorie 2 an die Reihe.

von Laura Schrettl, Josef Gebhard

Seit Anfang Mai werden in Wien Betriebsimpfungen vorgenommen. Mit heute, Donnerstag, beginnt nun die nächste Phase: Bisher wurden Beschäftige der Kategorie 1 und 4 geimpft. Das sind laut Stadt Wien rund 57.000 Arbeitnehmer, die „aufgrund ihrer Tätigkeit besonders exponiert sind, da sie in Kontakt mit Covid-19 Erkrankten oder mit infektiösem Material kommen können."

Ab Donnerstag werden nun Termine für die Kategorie 2 freigegeben. Die ersten Impfungen der Kategorie finden bereits kommende Woche statt.

Zu Kategorie 2 zählen Menschen die "in Ausübung ihres Berufs in Kontakt mit Kunden ohne bauliche Schutzmaßnahmen stehen". Das sind beispielsweise Handelsangestellte, Beschäftigte in der Gastronomie oder Friseure und Fußpfleger.

Kategorie 3 im Juni an der Reihe 

Im Juni sollen dann Beschäftigte der Kategorie 3 geimpft werden. Für diese Kategorie sollen Anfang Juni Termine freigeschalten werden. Dazu zählen unter anderem Menschen, die an Schaltern arbeiten wie Bankangestellte oder Beschäftigte in Kartenbüros oder im Empfang. Die ersten Impfungen für Kategorie 3 finden ab Mitte Juni statt.

15.700 Betriebe mit rund 411.000 Beschäftigen sind bereits angemeldet.

Pfizer auch für die Hausärzte

Neuerungen gibt es auch bei den Impfungen in den Arzt-Ordinationen. Diese liefen in Wien nur sehr schleppend an, viele der teilnehmenden Ärzte sprangen zuletzt wieder ab, die Ärztekammer kritisierte, dass die Stadt zu wenig Impfstoff liefern würde.

Um wieder mehr Schwung in das Ärzte-Impfprogramm zu bringen, sollen jetzt auch die Ordinationen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer beliefert werden, kündigt Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) an. Bisher wurde dort AstraZeneca und Johnson&Johnson verimpft. Mit dem Argument, das Vakzin von Biontech/Pfizer sei wegen der geringen Haltbarkeit und der erforderlichen extrem niedrigen Kühltemperaturen nicht für den Einsatz in den Ordinationen geeignet. Mittlerweile habe sich gezeigt, dass für den Impfstoff auch weniger strenge Auflagen genügen, schildert der Stadtrat.

In Sachen Impfstofflieferung geht man im Rathaus davon aus, im Juni mehr als 600.000 Impfungen verabreichen zu können. Es könnten sogar bis zu 800.000 sein, wie Hacker ausführt, diese zusätzlichen 200.000 Dosen seien aber noch unsicher. Verimpft werden vor allem die Erzeugnisse von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson&Johnson.

Das Vakzin von AstraZeneca, das in Österreich nicht mehr nachbestellt wird, wird vor allem bei den Zweitimpfungen zum Einsatz kommen. Laut Hacker wird vom Impfstoff von AstraZeneca in Wien aktuell bereits ein Vorrat angelegt, um ausreichende Mengen für die Zweitimpfungen zu haben. Diese mit anderen Impfstoffen durchzuführen, davon hält der Ressortchef wenig, wie er betonte. „Wir halten uns an die Zulassung des Medikaments.“ Und in dieser sei keine Zweitimpfung mit anderen Impfstoffen vorgesehen.

Schwangeren-Impfung startet

Hacker rechnet damit, dass - sollte bei den Impfstoff-Lieferungen alles klappen - bis Ende Juni 60 Prozent der Wiener Bevölkerung durchgeimpft sein wird. Österreichweit bisher einzigartig ist, dass in Wien auch Schwangere geimpft werden. In den nächsten Tagen soll die erste Tranche von 1.900 Frauen immunisiert werden.

Termine für Künstler

Das Impfservice Wien (https://impfservice.wien/corona/) hat am Donnerstag auch die Berufsgruppe der Kulturschaffenden für die Buchung von Corona-Schutzimpfungen freigeschaltet. Das teilte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) mit. Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen, die nicht über Betriebsimpfungen eine Anmeldung vornehmen können.

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