Chronik | Wien
11.02.2018

Berittene Polizei für Wien: Figl zeigt sich skeptisch

Bezirksvorsteher Markus Figl, Innere Stadt, Anrainerparkplätze, BewohnerInnenparkplätze © Bild: KURIER/Franz Gruber

Der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt ortet diverse Probleme, die mit dem Einsatz von berittenen Polizisten verbunden wären.

Keine Begeisterung für die von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) geplante "berittene Polizei" kann City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) aufbringen. "Es mag Einsatzmöglichkeiten geben, aber was einen Einsatz in der Inneren Stadt betrifft - außer bei ganz besonderen Situationen - bin ich sehr skeptisch", meinte Figl am Sonntag gegenüber der APA.

Generell müsse man die Vor- und Nachteile des Projekts genau prüfen. Vor einem derartigen Einsatz müsse auch über die Rahmenbedingungen gesprochen werden, etwa ob es ähnliche Vorschriften wie bei Fiakern, zum Beispiel "Pooh Bags", brauche, sagte Figl.

Klar sei, dass der Straßenbelag der Inneren Stadt durch den Einsatz von Pferden stark beschädigt würde. Durch Fiaker entstünden jährlich Reparaturkosten von 750.000 Euro für das Bezirksbudget, welches insgesamt aber nur gut 3,5 Millionen Euro betrage. Auf immer mehr Fiakerrouten werde mittlerweile ein besonderer Belag verwendet und es gebe Untersuchungen zur Verwendung von "Plastikhufen".

Der Einsatz von Pferden durch die Polizei würde - vor allem auch abseits der Fiakerrouten - ähnliche Schäden erzeugen, warnt Figl. "Es braucht daher vor einem Testbetrieb eine Vereinbarung über entsprechenden Kostenersatz. Der Bezirk darf nicht auf den Kosten sitzen bleiben."