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Öffi-Baustellen im Sommer: Änderungen bei U-Bahn und Bim geplant

Stammstrecken-Modernisierung trifft auf U-Bahn-Baustellen: Zahlreiche Maßnahmen sind von ÖBB und Wiener Linien geplant. Es gibt aber auch Kritik.
Eine Frau mit grüner Einkaufstasche betrachtet einen U-Bahn-Plan an einer Station, während andere Personen vorbeigehen.

Öffi-Fahrer werden diesen Sommer auf eine harte Probe gestellt. Neben der Modernisierung der Schnellbahn-Stammstrecke werden bei der U-Bahn Arbeiten durchgeführt und auch der startende Ausbau der Verbindungsbahn wird für Beeinträchtigungen sorgen (siehe Grafik unten).

Bei den ÖBB und den Wiener Linien gibt man sich dennoch zuversichtlich. Die Vorbereitungen würden bereits seit mehreren Jahren laufen – und: „Zwischen ÖBB und Wiener Linien besteht dazu eine enge und laufende Abstimmung. Gemeinsam wurde mit dem Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR) ein umfassendes Ersatzkonzept entwickelt“, wie es heißt.

Die Maßnahmen im Detail:

  • Der U-Bahn-Takt wird verdichtet

Die U-Bahnen werden öfter fahren. Die U1 wird etwa mit einem Intervall von 2,20 Minuten fahren. Auch U2 (3:20 Minuten), U4 (drei bis 3:20 Min.) und die U6 (2:40 Min.) werden verdichtet. Bei der U6 wird zusätzlich ein Reservezug eingesetzt, der in der Morgenspitze für Stabilität sorgen soll.

  • Maßnahmen bei Bim-Linien O, 62 und 18

Auch bei den Straßenbahnen im Umfeld kommt es zu Taktverdichtungen und es wird auf zusätzliche Schienenkapazitäten gesetzt. Die Linie O wird im Fünf-Minuten-Intervall fahren, es werden ausschließlich Langfahrzeuge auf der Strecke eingesetzt und es wird eine zusätzliche Bevorrangung im Straßenverkehr geben. Die Linie 62 wird im Intervall von 7:30 Minuten unterwegs sein und von Meidling über den Matzleinsdorfer Platz und Hauptbahnhof bis Quartier Belvedere umgeleitet. Die Verlängerung der 18er-Bim soll ab Herbst entlasten, sie verbindet künftig den 2. und 3. Bezirk. Insgesamt entstehen entlang der neuen Strecke sieben neue Haltestellen. Die verlängerte Linie 18 wird direkte Umstiege zu fünf U-Bahn-Linien sowie acht S-Bahn-Linien ermöglichen – unter anderem zur S7 Richtung Flughafen in St. Marx.

U-Bahn-Plan mit den diversen Sperren.
  • Shuttlebusse ab Meidling

Die ÖBB richten einen Direkt-Shuttlebus von Bahnhof Wien Meidling zur U4-Station Längenfeldgasse ein, um die U6 zu entlasten, die auch von Pendlern intensiv genutzt werden wird. Außerdem wird die Längenfeldgasse stadtauswärts bis Steinbauergasse als Einbahn geführt. Die stadteinwärtige Spur wird zur Busspur. In der Aßmayergasse wird es eine zusätzliche Ampelbevorrangung geben. Die geplante Fahrzeit des Shuttlebusses beträgt sechs Minuten.

  • Züge werden teilweise umgeleitet

Die Linie REX1 wird über Stadlau und Simmering zum Hauptbahnhof umgeleitet. Die Linie REX7 fährt über den Hauptbahnhof nach Mödling. Ab 5. September wird es zusätzliche Vienna-Airport-Busverbindungen zwischen Praterstern und Flughafen Wien geben.

  • Mehr Servicepersonal wird eingesetzt

Zusätzliches Infopersonal wird in den Stationen Meidling, Hauptbahnhof, Praterstern, Landstraße Matzleinsdorfer Platz, Quartier Belvedere und Stadion eingesetzt. Bei den vier erstgenannten Bahnhöfen wird auch mehr Sicherheitspersonal unterwegs sein. Plakate, Monitoranzeigen und Lautsprecherdurchsagen wird es in der gesamten Ostregion geben.

  • Laut Grünen reichen Maßnahmen nicht 

Die Grünen befürworten die Modernisierung der Stammstrecke grundsätzlich, üben aber anhand einer neuen TU-Studie Kritik an den Ersatzangeboten, die laut ihnen nicht ausreichend seien. Sie fordern darum noch dichtere Intervalle bei den Bim-Linien O und D und allen U-Bahn-Linien. Außerdem sollte für alle Bims freie Fahrt auf den Straßen gelten. Sie wüschen sich außerdem temporäre Radwege und dass die Leihräder massiv aufgestockt werden. Weiters sollten 100 Öffi-Lotsen die Fahrgastströme bei den Stationen lenken. Die Grünen erneuern außerdem ihre Forderung zur Rückkehr des 365-Euro-Tickets (und Rabatte für betroffene Klimaticket-Pendler), da die Öffi-Leistung im Sommer schlechter werde.

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