Barrierefreiheit im Bezirk: Margareten setzt mit Rampenstickern ein Zeichen
Barrierefreiheit
Zusammenfassung
- Margareten führt Rampensticker ein, um barrierearme Zugänge in Geschäften sichtbar zu machen.
- Die Initiative unterstützt Betriebe dabei, Lösungen wie mobile Rampen oder alternative Eingänge zu kommunizieren.
- Das Projekt fördert Inklusion und erleichtert besonders Menschen mit Behinderungen, Älteren und Eltern mit Kinderwagen den Zugang.
Barrierefreiheit wird für Betriebe immer wichtiger. Im Vorjahr wurden erstmals Strafen eingeführt, wenn Homepages großer Konzerne nicht für Jedermann zugänglich sind, doch bei allen Geschäften wird dies zunehmend auch zu einem finanziellen Gewinn. Denn 8,3 Prozent der Österreicher haben eine anerkannte Behinderung. Zunehmend sind auch mehr ältere Menschen unterwegs und auch Eltern mit Kinderwagen brauchen einen Zugang ohne Stufen.
Kurz gesagt: Nicht barrierefrei zu sein, bedeutet auf ein gutes Viertel seiner potentiellen Kundschaft zu verzichten. Doch gerade im innerstädtischen Bereich ist das oft schwierig. Angelika Wenzler-Göth, Obfrau der Margaretner Kaufleute, betont: "Viele Betriebe wollen ihren Kunden den Zugang erleichtern, stoßen aber oft an bauliche Grenzen. In mein Geschäft gelangen Rollstuhlfahrer zum Beispiel über einen alternativen Eingang.“
Eine Lösung, wie sie etwa auch die besonders behindertenfreundliche Pizza Margareta am Margaretenplatz anbietet. Die Bezirksvertretung hat deshalb Aufkleber entwickelt: Die neuen Rampensticker zeigen in den Auslagen von Geschäften, Cafés oder Lokalen, dass dort der Zugang barriereärmer möglich ist – etwa über eine mobile Rampe, einen alternativen Eingang oder mit Unterstützung des Personals.
Alle willkommen
"Barrierefreiheit beginnt oft mit Aufmerksamkeit“, betont der grüne Bezirksvorsteher Michael Luxenberger. "Viele Betriebe bemühen sich längst, den Zugang für alle Menschen zu ermöglichen. Die Rampensticker zeigen, dass es trotz Stufen beim Eingang Lösungen gibt. Denn Margareten ist ein Bezirk, in dem alle willkommen sind.“
Die Initiative ging von der Margaretner Inklusionsbeauftragten Karin Chladek aus: "Ursprünglich habe ich die Rampensticker mit dem Grätzllabor, der Lokalen Agenda Josefstadt entwickelt. Es freut mich sehr, dass die Margareten-Edition nun von der Bezirksvorstehung vorgestellt wird. Mobile Rampen und alternative Eingänge helfen vor allem Menschen mit Rollstühlen dabei, in Geschäfte hineinzukommen. Insofern sind sie und die Sticker, die das in der Auslage einfach kommunizieren, ein Beitrag zu mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.“
Auch die Senioren-Beauftragte und Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Petra Tierscherl sieht darin einen wichtigen Schritt für gelebte Nachbarschaft: "Gerade für ältere Menschen oder Personen mit Gehhilfen machen schon ein, zwei Stufen den Unterschied, ob man ein Geschäft besuchen kann oder nicht. Der Rampensticker zeigt auf einen Blick, dass Hilfe da ist.“
Unterstützt wird das Projekt auch vom Verein der Kaufleute Wien-Margareten, der die Sticker gemeinsam mit der Bezirksvorstehung an interessierte Betriebe verteilt.
Kommentare