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Chronik Wien
12/28/2021

Baby in Wien zu Tode geschüttelt: Mordanklage gegen den Vater

Das Mädchen war zehn Wochen alt. Die Mutter wird ebenfalls angeklagt.

von Michaela Reibenwein

Im vergangenen März kam das Mädchen in Wien zur Welt. Zehn Wochen später war es tot. Vermutlich zu Tode geschüttelt. Im Jänner muss sich deshalb der 32-jährige Vater wegen Mordes vor Gericht verantworten. Auch die 23-jährige Mutter wird angeklagt – wegen Unterlassung.

Der Vorfall war im Juni bekannt geworden. Laut Polizei soll der Vater das Kind in der Wohnung in Wien-Liesing geschüttelt haben, weil es schrie. Die Mutter soll dabei zugesehen haben und nicht eingeschritten sein.

Mit dem Hubschrauber war das Mädchen ins Krankenhaus gebracht worden. Dort wurden massive Verletzungen festgestellt. Neben Verletzungen durch Schütteln wies der Säugling auch ältere Knochenbrüche auf. Die behandelnden Ärzte alarmierten daraufhin die Polizei.

Eine Woche gekämpft

Nach einer Woche auf der Kinderintensivstation starb das Baby.

Die Eltern, beide sind österreichische Staatsbürger, sollen die Tat zuerst geleugnet, dann aber gestanden haben. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.

Die kleine Familie war mit der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) in Kontakt und wurde betreut. Laut eigenen Angaben gab es „finanzielle Beratungen im Zuge einer Delogierungsverhinderung“. Aber auch Beratung rund um die Geburt und Säuglingsbetreuung. Sowohl Sozialarbeiter, Ärzte als auch Hebammen hätten sich um die Familie gekümmert. „Es haben sich keine Hinweise zu einer akuten Gefährdung des Kindes gezeigt“, betonte eine Sprecherin.

Der Prozess ist auf zwei Tage anberaumt. Zahlreiche Sachverständige werden zu Wort kommen. Ein Urteil soll am 24. Jänner fallen.

 

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