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Chronik Wien
12/30/2021

Ausschreibung gestartet: Vienna Club Commission für fünf Jahre sicher

Die Servicestelle soll noch 2022 ihre Arbeit (wieder) aufnehmen. Dafür stehen pro Jahr 300.000 Euro zur Verfügung.

von Andreas Puschautz

Im Jänner 2020 startete die Vienna Club Commission (VCC) als auf ein Jahr angelegtes Pilotprojekt. Wegen Corona wurde sie dann bis Ende November 2021 verlängert; dass das Projekt eine dauerhafte Fortsetzung finden soll, war jedoch bereits davor klar.

Jetzt hat die Stadt Wien das Vergabeverfahren gestartet und die Club Commission für vorerst fünf Jahre ausgeschrieben. Die Servicestelle soll "den Wert von Clubkultur in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht unterstreichen und Unterstützung bei der Organisation einer jungen Branche bieten, sowie einen wertschätzenden Umgang innerhalb der Clubszene, der Besucher*innen und aller Stakeholder forcieren", heißt es auf dem Vergabeportal der Stadt Wien.

Geteilte Finanzierung

Dafür stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro, also 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die Finanzierung teilen sich - "dem Thema und der Breite der Clubszene entsprechend", wie es in einer Aussendung heißt - die Geschäftsgruppen Kultur und Wissenschaft sowie Bildung, Jugend, Integration und Transparenz sowie die Wirtschaftsagentur Wien, bei der die VCC künftig auch angesiedelt sein soll.

Die Bewerbungsfrist endet am 27. Jänner, bis 7. März sollen die Bewerbungen gesichtet werden, der Start der "neuen" Club Commission ist jedenfalls noch für das Jahr 2022 vorgesehen.

Breites Aufgabenfeld

Die bisher als Pilotprojekt bei Mica (Music Information Center Austria) angesiedelte Servicestelle soll Akteuren der Clubkultur mit zielgruppenspezifischen Angeboten wie Beratung und Workshops, Know-how, aber auch mit Vernetzung und nationaler sowie internationaler Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung zur Seite stehen.

"Clubs und künstlerisch geprägte Nachtwirtschaft sind kulturelle und soziale Herzschrittmacher von Metropolen“, begründet Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler ihr Engagement. Und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (beide SPÖ) betont den Wert innovativer Clubkultur als relevanter Wirtschaftsfaktor sowie attraktives Angebot im Städtetourismus, das auch als solches vorgestellt und wahrgenommen werden solle.

"Die von der Wiener Stadtregierung geschaffenen Rahmenbedingungen für die Vienna Club Commission sind weltweit einzigartig", meint Neos-Clubkultursprecher Markus Ornig. "Diese Initiative wird großartige Impulse für das Wiener Nachtleben schaffen. Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen.“

 

Der KURIER zog erst Anfang Dezember Bilanz mit Mica-Chefin und VCC-Pilotprojektleiterin Sabine Reiter - zur Nachlese geht es hier:

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