Ramona Monz, 16, leidet unter den Narben am rechten Oberarm.

© JüRGEN ZAHRL/Jürgen Zahrl

KURIER-Erfolg
10/20/2013

Arzt hilft 16-Jähriger mit Gratis-OP

Plastischer Chirurg aus Wien springt ein, nachdem die Krankenkasse nicht zahlt.

von Jürgen Zahrl

Ich bin überglücklich.“ Ramona Monz strahlt, nachdem sie erfahren hat, dass sie professionelle Hilfe bekommt.

Die 16-Jährige aus Riegers, Bezirk Waidhofen an der Thaya, NÖ, leidet darunter, dass nach schweren Verbrennungen zwei große Narben auf dem rechten Oberarm geblieben sind. Weil die nö. Gebietskrankenkasse die kosmetische Korrektur nicht zahlen will, war das Mädchen am Boden zerstört. Ramonas Leidensgeschichte – im KURIER erzählt – hat nun aber eine erfreuliche Wende genommen. Ein plastischer Chirurg aus Wien operiert die 16-Jährige kostenlos.

Unfall

Nach einem Schwächeanfall hatte sich Ramona Monz am 1. September 2012 im Badezimmer ihres Elternhauses schwere Verbrennungen zugezogen. Sie war ausgerutscht und gegen einen Heizofen geprallt. Im Landeskrankenhaus Horn versuchten die Ärzte, mit einer Hauttransplantation die Verletzungen in den Griff zu bekommen. Allerdings sind zwei unschöne Narben geblieben, die das Mädchen unbedingt entfernt haben will, weil es ständig darauf angesprochen wird. „Das belastet sehr“, sagt die 16-Jährige. Für sie war es auch ein Tiefschlag, als sie erfuhr, dass die nö. Gebietskrankenkasse die Kosten für eine operative Korrektur nicht übernehmen will. Die Begründung: Dabei handle es sich um einen kosmetischen Eingriff. Nur bei Funktionseinschränkungen, also wenn das Mädchen seinen Arm nicht mehr beugen oder strecken kann, würde man dafür aufkommen (siehe auch Infobericht unten).

Die Kosten für die rund 5000 Euro teure Operation will jetzt der plastische Chirurg Veith Moser aus Wien in Form einer Dienstleistung übernehmen. „Ich werde das Mädchen operieren. Zwei bis drei Eingriffe sind notwendig, um die Narben großteils zu entfernen“, sagte Moser, nachdem er Ramona vergangene Woche in seiner Klinik untersucht hat. Er ist davon überzeugt, dass er die Narben herausschneiden kann, und dass mithilfe der Hautdehnung nur mehr ein ein Zentimeter breiter Narbenstrich übrig bleibt. Schon Ende November soll die erste Teiloperation folgen. Bis dahin hat die 16-Jährige die Aufgabe, viel Bewegung zu machen, um für den Eingriff fit zu sein. „Ihre Fitness beschleunigt auch eine ideale Wundheilung“, sagt Moser.

Erleichterung

Ramonas Vater ist erleichtert: „Wir sind so dankbar, dass er uns hilft“, sagt Andreas Monz. Der Pensionist war verzweifelt, weil er sah, wie seine Tochter unter den Narben psychisch leidet. Er wusste nicht, wie er eine OP finanzieren sollte. Jetzt hofft er, dass seine Tochter auch bald wieder einen neuen Job findet. Den hatte sie wegen des langen Krankenstands verloren.

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