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Naschmarktgrätzl: Anrainerparken startet im August

Der grüne Bezirksvorseher Michael Luxenberger musste dem Druck der Anrainer nachgeben.
Anrainerparken Naschmarkt, Luxenberger

Nach jahrelangem Polit-Streit ist es nun soweit, in Margareten startet am 3. August das Anrainerparken. Die neuen Anwohnerparkplätze finden sich in den Straßen zwischen Wienzeile, Kettenbrückengasse, Margaretenstraße und Pilgramgasse. Betroffen ist also das Grätzl beim Naschmarkt - darunter auch der umstrittene Umbau der Rüdigergasse.

Bezirksvorsteher Michael Luxenberger betont: „Margareten ist der Bezirk mit der niedrigsten Autodichte in ganz Österreich. Zugleich gibt es Margaretner, die aus beruflichen oder privaten Gründen auf ein Auto angewiesen sind. Mit dem Anwohner-Parken schaffen wir mehr Fairness für jene, die in ihrem Wohnumfeld auf einen Stellplatz angewiesen sind.“

Grundlage für die Einführung ist eine Stellplatz- und Auslastungsanalyse, die im Herbst 2025 durchgeführt wurde. Die Messungen ergaben eine durchschnittliche Auslastung von 94,6 Prozent  und erfüllen damit die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einführung, betont die Bezirksvertretung. Ab dem Stichtag ist ein Teil der vorhandenen Stellplätze im Naschmarktgrätzl für Anwohner mit Parkpickerl reserviert.

Zuvor war jahrelang gestritten worden. Zunächst hatte die SPÖ das Anrainerparken blockiert. Als bei der vorigen Wien-Wahl der Bezirk erstmals grün wurde, entdeckten die Roten plötzlich ihre Liebe dazu. Zunächst war dann Neo-Bezirksvorsteher Luxenberger ein entschiedener Gegner und wollte stattdessen (teure) Garagenplätze forcieren. Vor allem die Kosten für die Schilder waren sein Argument.

Doch der Ärger der Bewohner wurde größer. Kritik gibt es auch daran, dass es das Anrainerparken nur in der grünen Hochburg im Bobo-Viertel beim Naschmarkt gibt.

Aber auch hier gab Luxenberger mittlerweile nach und prüft eine Ausweitung auf den Bereich zwischen Rampersdorfergasse und Wieden. Wenn die Ergebnisse vorliegen und ebenfalls eine durchschnittliche Auslastung von mindestens 90 Prozent vorliegt, kann auch hier ein Teil der Stellplätze für Bewohner reserviert werden, so das Büro von Luxenberger. Diese Analysen würden in jenen Margaretner Grätzln durchgeführt, die nicht von den U-Bahn-Großbaustellen betroffen sind. So kann die Stellplatzsituation dauerhaft bewertet und unnötige Doppelaufträge zur Analyse vermieden werden, heißt es.

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