Anklage wegen Wiederbetätigung: Auch Missbrauchs- und Tötungsvideos verschickt

Mann wegen Wiederbetätigung angeklagt. Er hat Nazi-Parolen verwendet und ungustiöse Videos verschickt.
Schild mit der Aufschrift Staatsanwaltschaft Wien.

Kaum zu fassen sind die Vorwürfe gegen einen Mann, der laut Anklage über Jahre hinweg in Chats und mit Nachrichten gegen das Verbotsgesetz verstoßen haben soll.

 Eingangs geht es bei den Vorwürfen darum, dass der Mann Nazi-Kürzel sowie Nazi-Parolen und Symbole in seiner Kommunikation offensiv verwendet habe.

Hakenkreuz und SS-Totenkopf

Auch hat er Bilder, die die Sig-Rune, das Hakenkreuz und Tellerkappen mit dem Reichsadler, der das Hakenkreuz in seinen Fängen hält, sowie Bilder eines SS-Totenkopfs verschickt.

Bilder generiert

Aber es kommt noch schlimmer, wie das so oft bei Verbotsgesetz-Prozessen passiert. Der Mann soll auch Bilder generiert und verschickt haben, die Skinheads mit Hakenkreuz-Tätowierungen, teils Hakenkreuzarmbinden und Kleidung mit dem Aufdruck „SS“ zeigen, die nackte Frauen im sexuellen Kontext foltern.

Und es wird noch brutaler und offen rassistisch, wie die Anklage zeigt. Der Mann soll auch ein Lichtbild einer getöteten dunkelhäutigen Person samt Genitalverstümmelung sowie die Massenvergewaltigung einer Frau auf einem Trümmerhaufen durch Wehrmachtssoldaten samt anschließender Hinrichtung verschickt haben. 

Grausame Tierquälerei

Darüber hinaus soll der Mann Massentötungsmethoden der Nazis gutgeheißen haben. Und: Es gibt Videos, die ihn mit entblößtem Unterkörper zeigen, auf denen der Angeklagte Ratten quält.

Schon am Mittwoch sind zwei Verbotsgesetz-Prozesse anberaumt. Im ersten Prozess ist ein Mann angeklagt, weil er die Drohung eines Zivildieners, einen Amoklauf in einer Gedenkstätte durchzuführen, mit dem Kommentar, solche „Lügengebäude gehören dem Boden gleichgemacht wie ihre Betreiber“, versehen hat. 

Und gleich im Anschluss steht ein Mann vor Gericht, der dem Wiener Bürgermeister, „dieser Kröte das Augenlicht“ nehmen wollte und Konzentrationslager als begrüßenswert darstellte. Josef Kleinrath

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