Chronik | Wien 03.12.2016

Ammoniakaustritt in Firma löst bei Nachbarbetrieb Alarm aus

Zwei Feuerwehren mit 30 Mitgliedern waren im Einsatz. © Bild: KURIER/Franz Gruber

Einsatz."Die Mitarbeiter hatten Augenreizungen und einigen war schlecht. Alle mussten das Gelände verlassen", erzählt der Geschäftsführer einer Firma in der Ailecgasse in Simmering. Passiert war der Vorfall am 23. November. Grund für die Aufregung: auf dem Nachbargelände befindet sich eine Ammoniak-Waschanlage der Firma ABW Abbruch-, Boden- und Wasserreinigungsges.m.b.H., eine Tochtergesellschaft der Firma Porr, aus der das Gas ausgetreten war.

Konkret wird Filterstaub aus der Aluminiumproduktion ausgewaschen. Im Zuge dessen entstehen Ammoniak und Methan. Diese Dämpfe werden in der Regel ebenfalls ausgewaschen. Laut der zuständigen Behörde der Stadt Wien, der MA 22, sei diese Filteranlage von der Firma umgebaut worden. Infolge dessen kam es zu dem Gasaustritt.

"Ammoniak ist bereits in einer sehr geringen Dosis wahrnehmbar, sodass man eine mögliche Gefahr sehr früh erkennen kann. In diesem Fall lag aber keine Gesundheitsgefährdung vor", erklärt Gerald Schimpf, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr. Der Vorfall vergangene Woche war nicht der erste. Bereits im Mai wurde die Feuerwehr wegen starker Geruchsbelästigung durch Ammoniak gerufen.

Verbesserung

Der zuständige Bereichsleiter der Firma Porr, Peter Chlan, stellt klar: "Wir haben letzte Woche zur Verbesserung der Abluftreinigungsanlage einen behördlich angezeigten Versuchsbetrieb durchgeführt. Im Zuge eines Maximalbelastungstests, der allen gesetzlichen Bestimmungen entsprach, kam es zu einem nicht plangemäßen Austritt eines Ammoniak-Luftgemisches in der Lagerhalle." Sicherheitshalber sei danach der Betrieb dieser Abluftreinigungsanlage eingestellt worden.

( kurier.at ) Erstellt am 03.12.2016