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Chronik Wien
09/07/2020

Alsergrund: 31 Bäume fallen dem U-Bahn-Bau zum Opfer

Die Neos orten eine "Baummord" auf der Universitätsstraße - und haben Trauerschleifen an die Bäume gebunden.

von Niklas Varga

31 Bäume erhitzen die Gemüter der Neos. Konkret sind es die für den (Aus)Bau von U2/U5 notwendigen Baugruben in der Universitätsstraße am Alsergrund.

Denn nach derzeitiger Planung der Wiener Linien sollen an der Bezirksgrenze zwischen Innerer Stadt und Alsergrund 31 Bäume den Bauarbeiten zum Opfer fallen.

Das ist laut Wiener Linien notwendig, weil dort für einige Monate die Straßenbahnlinien 43 und 44 verkehren werden. Und neben dieser neuen Bimtrasse werden zwei temporäre Baugruben ausgehoben, die Bäume müssen deshalb weichen. 

Ein Zeichen der Trauer

In den Augen der Neos ist das ein "Baummord". Umweltsprecherin Bettina Emmerling sieht in der Planung der Wiener Linien eine "grobe Fahrlässigkeit". Man hat sogar schwarze Schleifen an einigen betroffenen Bäumen angebracht.

Die Neos fordern nun, dass die Bimtrasse verlegt wird: Würde man die Einbahnregelung auf der Straße des 8. Mai aufheben und den Autoverkehr auf diese umleiten, könnten laut Neos die Straßenbahnschienen auf die derzeitige Fahrspur gelegt und die Bäume an der Universitätsstraße erhalten werden.

Die Wiener Linien sehen das anders. Laut Sprecherin Ingrid Monsberger sei eine Baugrube unumgänglich. Dort, wo jetzt die Bäume stehen, muss ein Absprungbauwerk für einen neuen U2-Tunnel gebaut werden. Da würde das Verlegen der Bahntrasse nicht helfen.

Zudem seien die Wiener Linien um eine Umpflanzung bei den Bäumen bemüht, wo dies möglich ist. 

Im Büro der zuständigen Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) kann man die Empörung der Neos nicht nachvollziehen. Eine Sprecherin betont die Bedeutung des Baus des neuen U2-U5-Baus für die Umwelt.

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