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Chronik Wien
07/05/2021

10.000 bei Yung Hurn: Erstes Party-Wochenende seit eineinhalb Jahren

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie waren dem Wiener Nachtleben am Wochenende (fast) keine Grenzen mehr gesetzt.

Von Lorena Danner und Johannes Arends

Schon bei der Ankunft am Wiener Karlsplatz war klar: So etwas hat es schon lange nicht mehr gegeben. Ein regelrechtes Meer an jungen Menschen (Schätzungen zufolge knapp 10.000) erstreckte sich am Freitagabend rund um den großen Brunnen vor der Karlskirche, von Masken oder eingehaltenen Abständen keine Spur - beides ist im Freien seit dem 1. Juli auch nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben.

"Wir alle w√ľnschen euch viel Spa√ü mit Yung Hurn", beendete ein letzter Redner die von der Volkshilfe organisierte Veranstaltung, deren Erl√∂se zur Bek√§mpfung von Kinderarmut eingesetzt werden sollten. Und dann kam er: Der 26-j√§hrige Wiener Julian Sellmeister, der als Rapper unter seinem Pseudonym Yung Hurn zum Idol einer ganzen Generation √∂sterreichischer Jugendlicher geworden ist, betrat die B√ľhne - und die Menge explodierte.

√úber knapp eineinhalb Stunden glich der Karlsplatz einem Tollhaus. Es war offensichtlich, dass die jungen Menschen mehr denn je genossen, was ihnen fast eineinhalb Jahre lang verwehrt geblieben war: Konzerte, Gro√üevents zu genie√üen und gemeinsam zu feiern. 

Gegen 23:00 Uhr war der Spaß dann auch schon wieder vorbei, die Massen strömten langsam in die Innenstadt oder den angrenzenden Resselpark. Man konnte reihenweise in aufgelöste Gesichter blicken, immer noch berauscht von Endorphinen. Einzig die Frage blieb, wie sehr die Volkshilfe letztlich wirklich von dem Event profitiert hat.

Die Nachtgastronomie schloss als erste, nun hat sie sie als letzte Branche wieder aufgemacht. Folgendes gilt seit 1. Juli:

  • Diskotheken oder Bars d√ľrfen vorerst nur mit h√∂chstens 75 Prozent ausgelastet sein. Es gibt also fr√ľher als sonst einen Besucherstopp. Ab 22. Juli soll es dann keine Personenbeschr√§nkungen mehr geben. 
     
  • Wie in allen Bereichen der Gastronomie gilt auch bei der Nachtgastronomie Registrierungspflicht. Auch ein 3G-Nachweis ist zwingend zu liefern.
     
  • Es gelten keine Abstandsregeln mehr, auch nicht in Clubs und Diskotheken, sowie keine Maskenpflicht.
     
  • Die Sperrstunde f√§llt g√§nzlich, es gibt kein zeitliches Limit mehr.

Events auch am Samstag und Sonntag

Am Wochenende wurde dann kr√§ftig weitergefeiert: In den Wiener Clubs wurde die Nacht zum Tag und es wurde bis in die fr√ľhen Morgenstunden hineingetanzt. Es war f√ľr alle etwas dabei: Hip-Hop-Liebhaber*innen haben sich im Club Vi I Pee (2. Bezirk) bei dem Event "Mickey Mouse" auf der Tanzfl√§che getummelt.

Im Diskoclub Volksgarten in der Wiener Innenstadt konnten jung und alt eine Mischung aus House- und Partyhits genie√üen.

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F√ľr die Techno-Liebhaber ging es am Sonntag dann sommerlich mit dem Event "Kein Sonntag ohne Techno" an der Donau weiter. Nat√ľrlich galt √ľberall: Die bekannte 3G-Regel und lediglich 75% Auslaustung. 

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