Chronik | Wien 14.02.2018

1,5 Tonnen Kokain sollten nach Wien

Hunde erschnüffelten die Drogen am Flughafen. © Bild: Ministerio del Interio

Drogen waren in Kartons mit Schoko versteckt. Ermittler fanden sie in Guayaquil.

Ein Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelang der ecuadorianischen Polizei am Dienstag. Auf dem Flughafen der Stadt Guayaquil fanden Ermittler 1,5 Tonnen Kokain, die für ein Flugzeug nach Wien, mit Zwischenlandung in New York, bestimmt gewesen waren. Die Drogen waren in Kisten mit Schokoladepulver versteckt.

Laut dem ecuadorianischen Innenministerium war die Transportfirma, die das Kokain verschicken wollte, erst vor zwei Monaten gegründet worden. Die Zollbeamten fanden die Drogen bei einer Routinekontrolle auf dem Flughafen. Die Kisten waren mit Etiketten von handgemachter Bioschokolade versehen. Insgesamt beschlagnahmten die Behörden 2919 Aluminiumkisten.

Im Vorjahr haben die ecuadorianischen Behörden insgesamt 98 Tonnen Drogen aus dem Verkehr gezogen. Allein seit Jahresbeginn 2018 waren es bereits neun Tonnen Drogen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Kokain und Marihuana. Ein Grund für die vielen Drogenfunde ist die Nähe zu den führenden Kokablatt-Produzenten Peru und Kolumbien.

Ebenda startete erst vor knapp zwei Wochen ein weiterer Drogentransport mit Österreich-Bezug. In einem Privatjet der Tyrolean Jet Services mit Sitz in Innsbruck fanden Behörden nach der Landung in London 500 Kilo Kokain.

Ob die Dealer, die das Suchtgift im aktuellen Fall in Österreich entgegennehmen sollten, bereits ausgeforscht werden konnten, wurde vom Bundeskriminalamt noch nicht bestätigt. Ebenso unklar ist, ob die Drogen in Österreich verkauft werden sollten oder Wien nur eine Zwischenstation gewesen wäre, um das Kokain in andere europäische Bestimmungsländer zu bringen.

Drogenring in Wien

Erst am Dienstag konnten auch österreichische Ermittler einen Erfolg verbuchen. Verdächtige eines Drogenrings sind laut Polizei über mehrere Wochen hinweg sowohl in Bulgarien als auch in Wien observiert worden. Gleichzeitig erfolgten Anfang der Woche dann Zugriffe in Sofia und in Wien.

Drei Personen wurden mit Unterstützung der Sondereinheit Cobra vor dem Stadioncenter in der Leopoldstadt festgenommen. Sie sollen für den Schmuggel und die Verbreitung von Marihuana, Amphetaminen und Methamphetamin in Wien verantwortlich sein.

( kurier.at ) Erstellt am 14.02.2018