Chronik | Welt
23.04.2018

Wagen raste in Menschenmenge in Toronto: Neun Tote

Ein Lieferwagen ist in der kanadischen Metropole Toronto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Motiv unklar.

Bei einem Zwischenfall in der kanadischen Stadt Toronto, bei dem am Montag ein Kleinlaster an einer großen Kreuzung in eine Gruppe von Fußgängern gefahren ist, sind nach Angaben von Augenzeugen mindestens zwei Menschen getötet worden. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Augenzeugen von "mehreren Toten".

   

Auf Twitter sprach die Polizei zunächst von acht bis zehn Verletzten, erklärte aber später, weder die genaue Zahl noch die Art der Verletzungen sei klar. Ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, blieb zunächst unklar. Medienberichten zufolge hatte der Fahrer zunächst die Flucht ergriffen, wurde kurze Zeit später aber festgenommen. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei um 13.27 Uhr (Ortszeit, 19.27 Uhr MESZ) im Stadtzentrum. Mittlerweile spricht die Polizei von neun Toten, die Hintergründe sind noch unklar.

 

Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau sagte vor Journalisten, dass die Behörden den Vorfall untersuchten. Weitere Informationen sollten so schnell wie möglich bekanntgegeben werden. Die Sicherheitskräfte sperrten die Gegend ab. In Toronto ging am Montag ein G-7-Außenministertreffen zu Ende. Der Treffpunkt der Politiker lag laut lokalen Medienberichten allerdings rund 30 Kilometer weit vom Tatort entfernt.

Die betroffene Gegend Torontos im Stadtteil North York ist tagsüber belebt, dort liegen zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Der weiße Transporter - laut Augenzeugen ein Mietwagen - war einem Bericht des "Toronto Star" zufolge von der Straße auf den Gehweg gefahren. Die Polizei sperrte die Gegend ab, auch der U-Bahnverkehr wurde unterbrochen. Hintergründe zu dem Vorfall waren zunächst unklar.

In Toronto hatten sich am Sonntag und Montag die Außenminister der G-7-Staaten versammelt, um über Konflikte in Syrien, der Ukraine und andere politische Themen zu diskutieren.