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USA
10/16/2014

Zuerst Karriere: Wenn Kinder auf Eis gelegt werden

Eine heftige Debatte ist entbrannt. Facebook und Apple zahlen.

von Susanne Bobek

Während in Europa die Empörung überwiegt, sehen viele Amerikaner das Angebot von Facebook und Apple, ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen zu bezahlen, wenn sie ihren Kinderwunsch auf später verschieben wollen, als einen "Zugewinn an Selbstbestimmung", schreibt beispielsweise das Wall Street Journal. Auch die deutsche Wirtschaftswoche ist voll des Lobs: "Die Technik hebt den Zeitdruck auf und sorgt damit für einen Gewinn an Freiheit. Eine Prämie für den Verzicht auf ein Kind ist das nicht. Der Arbeitgeber soll dafür zahlen, seinen Mitarbeitern an der Schnittstelle Beruf und Familie entgegenzukommen."

Ganz anders sehen das viele Frauen in Europa: "Die Erlaubnis zur Schwangerschaft wird dann zur wertvollsten aller Beförderungen, Kinder nur noch ab Abteilungsleiterinnen-Ebene", schreibt Steffi Dobmeier in ihrer Glosse auf Zeit Online. Frauen müssen nicht mehr über den richtigen Zeitpunkt zum Kinderkriegen hadern. Der Chef bezahle das Einfrieren der Eizellen, alle gewinnen und für Männer solle es ab 2016 Haartransplantationen, in Härtefällen auch auf der Brust, geben.

Den Unternehmen gehe es nur darum, Frauen ohne Unterbrechung im Arbeitsprozess zu halten. Facebook und Apple wollen für Frauen attraktiver werden. In den Augen vieler Europäerinnen senden sie das Signal: Wir wollen dich, aber bitte ohne Kind.

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