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USA
02/18/2013

Letzter Bundesstaat schafft Sklaverei ab

Mississippi hat als letzter US-Staat die Sklaverei verboten - der Grund: ein Lapsus der Bürokratie.

Ein indischer Einwanderer und Steven Spielbergs Film „Lincoln“ waren es, die zur endgültigen Abschaffung der Sklaverei in den USA geführt haben – was wie ein Witz oder der Plot eines zugegebenermaßen nicht besonders gelungenen Filmes klingt, hat laut der US-Nachrichtenplattform The Atlantic Wire allerdings tatsächlich stattgefunden.

Ranjan Batra, US-Amerikaner mit indischen Wurzeln, war nach dem Genuss des Spielberg-Streifens offenbar derart interessiert am Thema der Sklaverei, dass er im Internet zu recherchieren begann. Seine Entdeckung: Alle US-Bundesstaaten haben die Sklaverei offiziell abgeschafft, zuletzt Kentucky – im Jahr 1975. Einzig Mississippi hatte die Regelung rechtlich noch nicht komplett verboten.

Der Archivar wusste von nichts

Die Begründung dafür ist allerdings keine politische, sondern basiert vielmehr auf einer Panne der Bürokratie: 1865 hatte der Staat im Süden der USA die neue Gesetzgebung zur Befreiung der Sklaven zwar noch abgelehnt, aber später nachgeholt - 130 Jahre später allerdings. 1995 wurde der 13. Verfassungszusatz offiziell unterzeichnet, aber nie formalrechtlich umgesetzt denn der zuständige Archivar dafür wurde davon niemals in Kenntnis gesetzt.

Batra wies die Behörden auf diesen Missstand hin - und diese reagierten prompt: Sie schickten die unterzeichneten Unterlagen aus dem Jahre 1995 an die Archivierungsstelle. Und man gestand auch ein, dass man sich damit wohl ein wenig zu lange Zeit gelassen habe - Staatssekretär Delbert Hosemann wird auf Atlantic Wire folgendermaßen zitiert: „Das war lange überfällig.“

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