Chronik | Welt
23.04.2012

Tsunami: Japaner (16) kriegt Fußball wieder

Der Ball wurde an einen Strand in Alaska geschwemmt – ein Strandgutsammler gab ihn dem jungen Fußballfan aus Japan zurück.

Mehr als ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami wird ein japanischer Jugendlicher demnächst  seinen verlorenen Fußball auf wundersame Art zurück erhalten: Ein Strandgutsammler entdeckte den Ball mehrere tausend Kilometer entfernt an der Küste des Golfs von Alaska, wie der japanische Fernsehsender TBS am Sonntag berichtete.

Botschaft auf dem Ball

Demnach identifizierte der 51-jährige David Baxter den Ball dank einer Botschaft mit dem Namen der Schule, die Mitschüler darauf geschrieben hatten. Seine Frau, die glücklicherweise aus Japan stammt, habe sie übersetzt und den Ort der Schule recherchiert - so habe man den jungen Fußballfan ausfindig machen können.

"Ich bin sehr dankbar, weil ich bisher nichts von meinen Sachen wiedergefunden habe", sagte der 16-jährige Misaki Murakami dem Sender TBS. Das Haus und der gesamte Besitz der Familie waren weggeschwemmt worden, als die riesige Flutwelle am 11. März 2011 seine Heimatstadt Rikuzentakata im Nordosten Japans traf.

Auch Volleyball angeschwemmt

Auf einem ebenfalls angeschwemmten Volleyball ist die Schrift so schlecht zu lesen, dass der Besitzer bisher nicht ausgemacht werden konnte. Yumi wollesich aber bemühen, auch diesen Ball seinem Besitzer zurückzugeben.

Nach Angaben der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA gehören die Bälle zu den ersten Gegenständen, die nach dem Tsunami in Alaska angeschwemmt wurden und bis nach Japan zurückverfolgt werden konnten.