Chronik | Welt
15.06.2017

Thüringen: Vater erstach zwei seiner Kinder

Familiendrama in Deutschland: Ein weiterer Bub ist verletzt worden, aber stabil. Vater vorläufig festgenommen.

Eine schwere Bluttat hat den kleinen thüringischen Ort Altenfeld erschüttert: Ein Vater soll dort am Donnerstag zwei seiner Kinder im Alter von einem und vier Jahren erstochen haben. Ein weiterer dreijähriger Bub wurde schwer verletzt, sein Zustand war nach einer Operation aber stabil, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Erfurt sagte.

Tatverdächtiger ebenfalls im Spital

Der 27-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen, er liegt ebenfalls verletzt im Krankenhaus. Die 29-jährige Mutter der drei Buben hatte ihre Kinder und ihren Ehemann mit Stichverletzungen im Haus der Familie im Ilmkreis gefunden, als sie am Donnerstagvormittag von einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt zurückkehrte. Zwei der Buben konnten nicht mehr gerettet werden.

Auch der Ehemann der Frau wies nach Angaben der Polizei in Gotha Stichverletzungen auf, die er sich vermutlich selbst zufügte. Der Mann konnte zunächst noch nicht vernommen werden. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar.

Anzeige nach häuslicher Gewalt

Der Staatsanwaltschaft zufolge gab es am Dienstag einen Fall von häuslicher Gewalt in der Familie. Der 27-Jährige soll seine Ehefrau geschlagen und verletzt haben. Deshalb wurde sie auch stationär im Krankenhaus behandelt. Es habe eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Ehemann gegeben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Die Kinder des Paars waren demnach nicht betroffen. Das Jugendamt war nach dem Vorfall am Dienstag verständigt worden und war auch an Ort und Stelle in der Familie. Es habe keine Anhaltspunkte für mögliche Gewalttätigkeiten auch gegen die Kinder gegeben, sagte die Sprecherin. Was genau die Bluttat auslöste, war demnach Gegenstand der Ermittlungen.