Chronik | Welt
31.07.2017

Fast 115.000 Dengue-Fälle in Sri Lanka

315 Tote auf dem Inselstaat. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Colombo.

Beim Ausbruch des Dengue-Fiebers in Sri Lanka steigt die Zahl der Betroffenen weiter. Mehr als 114.000 Menschen sind in diesem Jahr an dem Virus erkrankt und 315 daran gestorben, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Montag mitteilte. Das sind bereits mehr als doppelt so viele Infektionen und fast dreimal so viele Tote wie im ganzen vergangenen Jahr.

Spitäler überfüllt

Nach Angaben des Roten Kreuzes ist es der schlimmste bisher erfasste Ausbruch der Krankheit in dem südasiatischen Land. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Colombo. Die Krankenhäuser dort sind überfüllt.

Monsunzeit kommt erst

Sri Lanka steht zudem von Oktober an noch die zweite jährliche Monsunzeit bevor. Der Regen führt zu Brutstätten für Mücken. Das in den Tropen und Subtropen weitverbreitete Dengue-Fieber wird von vorwiegend tagaktiven Stechmücken übertragen. Die Infektion verursacht Fieber, Kopf­ und Gliederschmerzen. In schweren Fällen kommt es zu inneren Blutungen und Gefäßschäden.