Liebe und Erpessung

© /Yuri/iStockphoto

Datingportal gehackt
08/26/2015

Seitensprung mit fatalen Folgen

Nach dem Hackerangriff kam es angeblich zu zwei Selbstmorden

von Alexandra Koller

Nachdem Daten des Datingportals Ashley Madison veröffentlicht wurden, kam es zu einer Reihe von Straftaten. Vor einem Monat wurden Nutzerdaten des Seitensprungportals Ashley Madison gestohlen. Bei diesem Diebstahl handelt es sich um einen der umfangreichsten Fälle von Datenklau. Die Hackergruppe "The Impact Team" hatte in den vergangenen Wochen vertrauliche Informationen von rund 32 Millionen Nutzern von Ashley Madison ins Internet gestellt.

Laut der kanadischen Polizei in Toronto sind einige von ihnen nun Ziel von Erpressungsversuchen geworden, außerdem gebe es zwei bisher unbestätigte Suizidfälle, deren Zusammenhang mit dem Hacker-Angriff derzeit untersucht werden.

Das Flirt-Portal, dass vom kanadischen Internet-Konzern Avid Life Media (ALM) betrieben wird, soll laut Hackergruppe auch nach der Löschung von Profilen Zahlungsdaten weiterhin speichern.

Unter den Opfern befinden sich auch 80.000 Österreicher, darunter Polizisten, Journalisten und Beamte. ALM setzte mittlerweile eine Belohnung von 500.000 US-Dollar (333.000 Euro) für Informationen aus, die zur Festnahme der Hacker führen könnte.

Fake-User

Ob hinter den geleakten Nutzerdaten jedoch tatsächlich nur reale User stehen, ist fraglich. Das Vorhandensein von gefälschten eMail-Adressen lässt sich dadurch erklären, dass das Seitensprungportal die Adressen bei der Anmeldung nicht automatisch überprüft. Die britische Zeitung The Telegraph berichtet sogar, dass Sicherheitsexperten angedeutet hätten, dass das Unternehmen ALM eMail-Adressen von anderen Unternehmen angekauft hätte, um damit anzudeuten, dass die Zahl der möglichen Seitensprungpartner höher ist als in Wirklichkeit. In der Vergangenheit wurde ALM bereits vorgeworfen, Mitarbeiterinnen würden auf Wunsch des Unternehmens Fake-Accounts erstellen, um Männer anzulocken.

Die Polizei in Toronto hat den unbekannten Hackern mittlerweile mit ernsten Konsequenzen gedroht. "Eure Handlungen sind illegal und werden nicht toleriert werden", sagte der zuständige Polizist Bryce Evans am Montag bei einer Pressekonferenz in Toronto.

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