Polizei am Tatort in Sparks, Nevada.

© Reuters/Steve Timko

Nevada
10/21/2013

Schüsse an US-Schule: Zwei Tote

Schüler hatte offenbar das Feuer auf Mathematiklehrer eröffnet. Der Verdächtige richtete danach die Waffe auf sich selbst.

Erneut erschüttert ein gewalttätiger Vorfall an einer Schule die USA: Ein Schüler eröffnete am Montag auf einem Schulgelände bei Reno im Bundesstaat Nevada Medienberichten zufolge das Feuer und tötete einen Lehrer. Auch der jugendliche Schütze kam ums Leben - offenbar richtete er die Waffe gegen sich selbst.

Außerdem wurden zwei Schüler mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Eine Krankenhaussprecherin sagte später auf einer Pressekonferenz, dass ein Opfer operiert worden sei. Dem anderen Schüler gehe es den Umständen entsprechend gut.

"Wir waren in der Nähe des Basketballfeldes und hörten einen lauten Knall"

Augenzeugen zufolge fielen die Schüsse an der Sparks Middle School vor Unterrichtsbeginn gegen 7.15 Uhr (Ortszeit, 16.15 Uhr MESZ). "Wir waren in der Nähe des Basketballfeldes und hörten einen lauten Knall", zitierte die ZeitungReno Gazette Journal einen 13-jährigen Schüler. Der Schütze habe die Waffe auf einen Lehrer gerichtet, der ihm gesagt habe, sie wegzulegen. "Und dann hat der Schüler einen Schuss abgegeben, der Lehrer fiel zu Boden und alle sind weggerannt", fügte der Jugendliche an.

"Wir sind über ein Feld gelaufen, um uns irgendwo in Sicherheit zu bringen", sagte er dem Reno Gazette Journal weiter. "Während wir liefen, haben wir vier oder fünf weitere Schüsse gehört." Bei dem getöteten Pädagogen soll es sich den Angaben zufolge um einen bei den Schülern beliebten Mathematiklehrer handeln.

Die Polizei brachte die Lage unter Kontrolle. "Die Schulen sind sicher, die Stadt ist sicher", sagte der stellvertretende Polizeichef von Reno, Tom Robinson, vor Journalisten. Das Motiv für die Tat war zunächst völlig unklar. Noch könne nicht gesagt werde, ob der Schütze ein bestimmtes Ziel gehabt oder willkürlich geschossen habe, sagte Robinson.

Massaker von Newtown

In den USA werden Schulen immer wieder zum Schauplatz blutiger Schießereien. Im Dezember 2012 sorgte ein Amoklauf an einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut für Entsetzen. Ein junger Mann erschoss dort 26 Menschen, darunter 20 kleine Kinder. Die Tat heizte die Debatte über die laxen Waffengesetze des Landes an, eine Verschärfung der Regelungen scheiterte aber im Frühjahr im Kongress.

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