epa03789272 A group of camera men record the image on a television screen of Los Zetas cartel leader Miguel Ángel Trevino Morales during a press conference in Mexico City, Mexico, 15 July 2013. Trevino was arrested early on 15 July 2013 during a Mexican police operation near Nuevo Laredo, northeast Mexico, according to reports of the authorities. EPA/Sáshenka Gutiérrez

© APA/Sáshenka Gutiérrez

Los Zetas
07/16/2013

Mexiko: Berüchtigter Drogenboss festgenommen

Der als "El Z-40" bekannte Miguel Angel Trevino Morales wurde nahe der US-Grenze gefangen genommen.

von Susanne Bobek

Sie gelten als bestens organisiert, bestialisch grausam und hungrig nach immer mehr Geld. Das Geld brauchen sie für ihre Hobbys: Pferdewetten und Frauen, nebst teuren Reitställen und luxuriösen Haziendas, am besten im sichereren Ausland.

Los Zetas sind neben dem Sinaloa-Kartell die mächtigsten Drogen-Dealer in Mexiko. Sie kontrollieren die Golfküste, und ihr Einfluss reicht bis nach Guatemala. Mit der Verhaftung des 40-jährigen Miguel Angel Trevino, auf den ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt war, dürfte das Sinaloa-Kartell aber an Einfluss gewinnen. Etliche Zetas sind übergelaufen.

Gute und Böse

Denn die Zetas sind total zerstritten, seit Trevino im Oktober das Kommando übernommen hatte. Die Sinaloa-Familie unter der Führung von Joaquin „El Chapo“ Guzman genießt dagegen in der mexikanischen Bevölkerung großes Ansehen, weil sie Schulen und Kirchen baut und an arme Kinder Stipendien vergibt.

Miguel Angel Trevino alias Z-40 war nicht einmal zehn Monate Chef der Zeta- Bande, die ursprünglich aus Elitesoldaten bestand. Diese Deserteure heuerten 1999 als militärischer Arm beim Golf-Kartell an, weiteten ihre Aktivitäten auf immer mehr Bundesstaaten aus und machten sich 2010 als Drogen-Kartell selbstständig.

Menschenhandel

Die Zetas verdienten aber auch mit Menschenhandel. Massenweise verschleppten sie Migranten, die in die USA wollten. Wer kein Lösegeld zahlen konnte, wurde exekutiert, wer sich weigerte, für die Zetas zu schmuggeln, musste sterben.

Trevino war bei den Zetas mit Z-40 eigentlich das letztgereihte Führungsmitglied. Da er selbst nicht in der Armee war, erkämpfte er sich seinen Aufstieg durch besondere Skrupellosigkeit und durch Sadismus. Er soll seine Opfer gerne zerstückelt oder bei lebendigem Leib verbrannt haben. Er stammt aus einer Familie mit 13 Geschwistern, von denen mindestens sechs im Drogenbusiness aktiv sind. Zu seinen Hobbys gehört neben Pferdewetten und Frauen auch das Sammeln von Raubtieren, die er aus Afrika bezog.

Verrat und Verhaftung

Trevino war mit der langjährigen Nummer eins der Zetas, dem ehemaligen Soldaten und Geheimdienstler Heriberto Lazcano, alias Z-3, zerstritten und soll den 38-Jährigen ans Messer geliefert haben.

Mexikos Drogenkartelle

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Z-3 kam im Oktober bei einer Schießerei mit Soldaten ums Leben. Ein Hinterhalt, in den ihn Z-40 gelockt haben soll. Bei der Revanche in der Nacht auf Dienstag fielen angeblich keine Schüsse. Vermutlich wurde Z-40 von seinen eigenen Leuten verraten, die einen anderen Boss wollten. Die Operation an einer Landstraße in Nuevo Laredo an der US-Grenze wurde von mexikanischen Marines durchgeführt, die rund drei Stunden auf der Lauer lagen. Dann kam Z-40 gegen 3.45 Ortszeit mit einem Pritschenwagen. Trevino war mit einem Leibwächter und seinem Finanzchef unterwegs, acht Waffen, 500 Schuss Munition und zwei Millionen Dollar in bar wurden in dem Auto sichergestellt.

Seine Festnahme ist der erste große Erfolg des neuen mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto. In den ersten sieben Monaten seiner Amtszeit sind heuer bereits 7110 Menschen im Drogenkrieg ums Leben gekommen.

Bereits im März 2009 veröffentlichte die Regierung des damaligen Präsidenten Felipe Calderon eine Liste mit den 37 meistgesuchten kriminellen Bossen Mexikos. Die meisten wurden bereits festgenommen oder bei Operationen der Sicherheitskräfte getötet.

Der wichtigste Drogenboss auf der Flucht ist Joaquin "El Chapo" Guzman, einer der Anführer des Sinaloa-Kartells. Guzman gelang im Jahr 2001 die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis während der Amtszeit von Präsident Vicente Fox.

Festgenommen:
15.07.13: Miguel Angel Trevino Morales, El "Z-40", Los Zetas. 12.09.12: Jorge Eduardo Costilla Sanchez, "El Coss", Golfkartell. 21..06.11: Jose de Jesus Mendez, "El Chango", La Familia-Kartell. 12.09.10: Sergio Villarreal Barragan, "El Grande", Beltran-Leyva-Kartell. 30.08.10: Edgar Valdez Villarreal, "La Barbie", Ex-Beltran-Leyva-Kartell. 12.01.10: Teodoro Garcia Simental, "El Teo", Tijuana- und Sinaloa-Kartell. 01.04.09: Vicente Carrillo Leyva, "El Ingeniero", Juarez-Kartell.

Getötet:
07.10.12: Heriberto Lazcano Lazcano, alias "El Lazca", Los Zetas. 09.12.10: Nazario Moreno Gonzalez, "El mas loco" (Der Verrückteste), La Familia-Kartell. 05.11.10: Ezequiel Cardenas Guillen, "Tony Tormenta", Golfo. 29.07.10: Ignacio "Nacho" Coronel, Sinaloa-Kartell 16.12.09 Arturo Beltran Leyva, "El Barbas", Beltran-Leyva-Kartell.

Auf der Flucht:
Joaquin Guzman Loera, "El Chapo", Sinaloa-Kartell. Ismael Zambada Garcia, "El Mayo Zambada", Sinaloa-Kartell. Hector Beltran Leyva, "El Hache", Beltran-Leyva-Kartell. Vicente Carrillo Fuentes, "El Viceroy", Juarez Servando Gomez Martinez, "El Profe", Die Tempelritter. Enrique Plancarte Solis, "La Chiva", Die Tempelritter. Fernando Sanchez Arellano, "El Ingeniero", Tijuana-Kartell.

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