Chronik | Welt
19.06.2017

London: Bis zu 79 Tote im Grenfell Tower befürchtet

Die Ursache für den Hochhausbrand in London ist noch nicht geklärt. Die Zahl der Opfer dürfte weiter gestiegen.

London: Polizei veröffentlicht Fotos aus dem Tower

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Am Sonntag veröffentlichte die Polizei drei neue Aufnahmen aus dem Gebäude. Das Innere dieses Raumes ist völlig zerstört.

Hier sind offenbar Fahrstuhltüren zu sehen.

Die Eingangstüre des Grenfell Towers.

In dem Gebäude war am Mittwoch ein gewaltiger Brand ausgebrochen. Dutzende Menschen wurden von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht.

Berichten zufolge lebten zwischen 400 und 600 Menschen in dem 24 Stockwerke hohen Sozialbau.

"Wir wollen Gerechtigkeit", "schämt Euch!", "Mörder!", riefen die Demonstranten und stürmten das Rathaus der Stadtteile Kensington und Chelsea.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sieht als Ursache für die Brandkatastrophe eine Serie von Fehlern bei den zuständigen Verantwortlichen. Das Inferno sei ein "vermeidbarer Unfall" gewesen, sagte er.

Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Vermutet wird, dass das Unglück mit der Fassadenverkleidung zusammenhängen könnte.

Nach dem Hochhausbrand suchen Freunde und Verwandte verzweifelt mit Postern und in sozialen Medien nach Vermissten.

Die Feuerwehr suchte mit Drohnen und Suchhunden nach Menschen in dem total zerstörten Hochhaus

Premierministerin Theresa May hat eine "umfassende Untersuchung" der Katastrophe angekündigt.

May kündigte auch weitere Hilfen an - unter anderem zur psychologischen Betreuung der Rettungsdienste und der Angehörigen der Opfer.

Kritiker hatten der Premierministerin vorgeworfen, nach dem Großbrand nicht schnell genug reagiert und die Opfer im Stich gelassen zu haben.

Bei wütenden Protesten in der britischen Hauptstadt am Freitag und Samstag hatten Demonstranten den Rücktritt Mays gefordert.