Chronik | Welt
05.08.2017

Kinderpornografie: Noch kein Strafmaßes gegen deutschen Magier

Jan Rouven feierte in Las Vegas Erfolge. Laut Anklage entdeckten Ermittler des FBI auf Laptops, Festplatten und anderen Geräten in Rouvens Villa Tausende Videos und Fotos, die unter anderem auch Sex mit Kindern zeigten.

Im Prozess wegen Besitzes von Kinderpornografie gegen den deutschen Magier Jan Rouven (40) in Las Vegas gibt es einen weiteren Aufschub. Das Strafmaß für den Illusionisten aus Kerpen soll nun erst am 29. September bekannt gegeben werden, wie am Freitag aus Gerichtsdokumenten hervorging. Der Termin war wiederholt verschoben worden, zuletzt stand der 18. August auf dem Plan.

Rouven hatte sich im April von seinen bisherigen Anwälten getrennt und eine neue Juristin beauftragt. Sie reichte kürzlich einen Antrag ein, wonach der Deutsche sein Schuldgeständnis zurückziehen möchte. Er sei von seinen damaligen Team schlecht beraten worden, machen Rouven und die Juristin Karen Connolly geltend. Die Richterin muss darüber in den nächsten Wochen befinden, möglicherweise wird der Prozess neu aufgerollt.

Schuld eingeräumt

Der Magier, der mit seiner Show "The New Illusions" in Las Vegas Erfolge feierte, war im März 2016 festgenommen worden. Laut Anklage entdeckten Ermittler des FBI auf Laptops, Festplatten und anderen Geräten in Rouvens Villa Tausende Videos und Fotos, die unter anderem auch Sex mit Kindern zeigten.

Rouven hatte die Vorwürfe zunächst abgestritten, dann aber im vorigen November überraschend seine Schuld in mehreren Anklagepunkten eingeräumt. Ihm droht eine lange Haftstrafe.