epa03513861 (FILE) Former IMF chief Dominique Strauss-Kahn responds to question from the news media during a press conference at the IMF in Washington, DC, USA, 07 October 2010. Media reports on 19 December 2012 state that French judges have decided to go ahead with the prosecution of former International Monetary Fund chief Dominique Strauss-Kahn for alleged pimping. Dominique Strauss-Kahn lawyer's said that they are going to appeal the against the decision. EPA/SHAWN THEW *** Local Caption *** 50617586

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Dominique Strauss Kahn
02/22/2013

Noch eine verhängnisvolle Affäre

Eine postfeministische Juristin schrieb über ihr Verhältnis zu einem „Schwein“.

von Susanne Bobek

Das Schöne an der Saga von Dominique Strauss Kahn ist, dass sie immer dann weitergeht, wenn man gerade fürchtet, sie gehe bald zu Ende“, schreibt Die Welt ziemlich treffsicher.

Von Jänner bis August 2012 hatte der ehemalige IWF-Chef eine Affäre mit einer bekannten französischen Rechtsphilosophin, die an einer Pariser Eliteuniversität unterrichtet. Die 49-jährige Marcela Iacub hatte sich das Vertrauen des Ehepaars Strauss Kahn und Anne Sinclair „erschlichen“ und jetzt ein Buch veröffentlicht, indem sie Strauss Kahn attestiert ein „schrecklicher Mann“ zu sein, aber ein „wunderbares Schwein“.

Strauss Kahn und die von ihm inzwischen getrennt lebende Anne Sinclair wollen klagen. Im Nouvel Observateur wird der Vorabdruck des Buches „Belle et Bête“ (die Schöne und das Biest) gerade gebracht. Aus der Sicht der aus Argentinien stammenden streitbaren Intellektuellen ist Strauss Kahn das Opfer einer verklemmten Gesellschaft, der Mann sei „weder ein Vergewaltiger noch ein wirklich Böser“, ihm fehle bloß jedes Einfühlungsvermögen, er halte sich für ein Mitglied einer intellektuell überlegenen herrschenden Klasse, das unentgeltliche sexuelle Dienstleistungen von Hausangestellten als relativ selbstverständlich betrachtet. Dabei habe er geringe ästhetische Anforderungen an seine Sexualpartner.

Die Rolle der Ehefrau

In diesem Glauben, so schreibt Iacub über ihren sehr praktischen Feldversuch, sei er übrigens von seiner Frau Anne Sinclair bestätigt worden. „Es ist nichts Schlechtes daran, sich von einer Putzfrau einen blasen zu lassen“, habe ihr Anne Sinclair in einem privaten Gespräch anvertraut. Iacub hält Strauss Kahn für den „Pudel“ seiner millionenschweren Frau, die nur Präsidentengattin werden wollte. Dafür durfte er sich austoben. Iacub vermutet, dass er den Elysée-Palast „in einen gigantischen Swingerclub verwandelt hätte“, weil er sein „unerschöpfliches Sperma“ vergießen wollte, weil er sich einbildete „dem Vaterland sein Blut opfern“ zu wollen.

Übrigens: Anne Sinclair hatte Iacub zu einem Kommentar über ihren Mann (nach den Vergewaltigungsvorwürfen in New York) gratuliert – und er ließ sich auf eine Affäre mit ihr ein.

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