Chronik | Welt
04.08.2017

Diamantenmine in Sibirien überflutet: 16 Bergleute vermisst

Zur Zeit des Unglücks waren 151 Arbeiter in der Mine, über 100 konnten bisher gerettet werden.

Nach der Überflutung einer Diamantenmine in Sibirien werden 16 Bergarbeiter vermisst. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 16.30 Uhr (Ortszeit, 9.30 Uhr MESZ) hätten sich 151 Bergleute in dem Bergwerk "Mir" aufgehalten, teilte der Betreiber Alrosa am Freitag mit. Demnach konnten 102 Männer bereits geborgen werden, 33 weitere warteten noch darauf, an die Oberfläche gebracht zu werden.

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurde eine der Pumpstationen des Bergwerks überflutet. Die Wassermassen strömten aus einem stillgelegten Krater mit rund 300.000 Kubikmeter Wasser.

Der Chef des weltgrößten Diamantenproduzenten Alrosa, Sergej Iwanow, reiste inzwischen zu der Unglücksmine in der ostsibirischen Region Sacha. Auch Gouverneur Jegor Borissow begab sich gemeinsam mit weiteren Ärzten zu der Mine.