Chronik | Welt
21.09.2017

Schröders neue Liebe zu einer Südkoreanerin

Seit März 2015 ist bekannt, dass Gerhard Schröders vierte Ehe vor dem Aus steht. Jetzt kennt man auch den Grund dafür: Eine Südkoreanerin.

Der deutsche Altkanzler hat sich offenbar in die südkoreanische Dolmetscherin und Geschäftsfrau Kim So Yeon verliebt, die seit 2011 im Sold des bis heuer SPD-geführten Landes Nordrhein-Westfalen steht.

Seine Noch-Ehefrau Doris Schröder-Köpf äußerte sich, nachdem Bild und Bunte die neue Lebensgefährtin vorgestellt hatten, auf ihrer Facebook-Seite wie folgt: "Frau Kim war im Frühjahr 2016 der Anlass, wenn auch nicht der alleinige Grund, für die endgültige Trennung. Unsere Familie ist dem Wunsch nach Diskretion gefolgt, da Frau Kim erst ihre privaten Verhältnisse ordnen wollte. Die öffentlichen Auftritte zeigen, dass das offenkundig erfolgt ist." Kim hat Schröders alte Autobiografie aus dem Jahr 2006 übersetzt und dafür auch die Rechte kassiert. Die gemeinsame Buchpräsentation in Seoul regte Doris Schröder-Köpf bereits am Montag auf: Sie fand es "sehr bedauerlich, dass die Rechte für die Autobiografie nicht an die Kinder, sondern an eine Frau übertragen wurden, die mit diesen Lebensabschnitten nichts zu tun hat". Schröder-Köpf ist heute mit Niedersachsens SPD-Innenminister Boris Pistorius liiert.

Bild und Bunte zeigten also die Bilder des neuen Paares. Er ist 73, sie 48 und Mutter einer Tochter. Die Germanistin, die auch japanisch und englisch spricht, war zumindest seit 2015 Schröders Dolmetscherin. Doch vielleicht kennen sie einander viel länger, denn Kim besitzt in Seoul eine Übersetzer- und Dolmetschfirma namens Mirae ("Zukunft") im schicken Gangnam-Viertel. Im Jahr 2011 heuerte die damals noch SPD-geführte Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Koreanerin an. Kim repräsentiert seitdem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft "NRW Invest" in Seoul. Allein im Jahr 2016 zahlte diese vom Landeswirtschaftsministerium kontrollierte Gesellschaft dafür 180.000 Euro an Kims Firma. Der Stern sieht darin eine fragwürdige Verquickung von Interessen. Wieder einmal gerät Schröder mit seinen Geschäften, diesmal nicht in Russland, sondern in Südkorea ins Zwielicht.

Das Büro des Altkanzlers war am Donnerstag zu keiner Stellungnahme bereit. Vor 21 Jahren war das anders, als Schröder wegen Doris seine Hillu verlassen oder die ihn wegen Doris nächstens vor die Tür gesetzt hatte. In einem großen Interview erklärte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Schröder im März 1996: "Ich stehe zu ihr. Das war keine Affäre, das ist eine ernsthafte Beziehung." Doris war bei der Hochzeit 1997 Schröders vierte Ehefrau. Sie folgte auf Hiltrud "Hillu" Schwetje, von der sich Schröder im selben Jahr scheiden ließ. Davor war der SPD-Politiker auch schon zwei Mal verheiratet gewesen.