Chronik | Welt
05.12.2017

Brücke rasiert Dach von Flixbus

In Berlin wollte ein Busfahrer unter einer Brücke durchfahren. Doch die war zu niedrig.

Im Berliner Stadtteil Spandau kam es am Montagabend zu einer folgenschweren Fehleinschätzung: Ein Lenker des Fernbus-Unternehmens Flixbus bewies schlechtes Augenmaß und fuhr unter eine Brücke, die jedoch zu niedrig für sein Fahrzeug war. Das komplette Dach des Doppeldeckers wurde dabei abgerissen. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren keine Fahrgäste an Bord und auch der Lenker blieb unverletzt.

Örtliche Rettungsdienste zeigten sich von dem Vorfall wenig überrascht: "Da bleibt des Öfteren jemand stecken", meinte der Sprecher. Der Unfallort sei bekannt, immer wieder dürfte es Einsätze geben, weil Lenker hoher Fahrzeuge wie etwa auch Lastwagen die Höhe der Brücke falsch einschätzen.

Nüchtern war auch die Reaktion der Polizei: "Die Höhenbegrenzung von 3,40 Metern unter der Brücke in der Klärwerkstraße in #Spandau gilt. Ohne Ausnahmen", twitterte die Polizei Berlin am Morgen danach.

Das Fernbus-Unternehmen hingegen wird den Tag so schnell nicht vergessen. Ein paar Stunden zuvor war es in Hagen in Nordrhein-Westfalen zu einem weiteren Vorfall gekommen: Ein Lenker war auf einer steilen Bergstraße in einer Serpentinen-Kurve stecken geblieben und drohte, abzustürzen. Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den Abtransport, wie die Westfalenpost berichtete.