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NSU-Prozess
03/28/2013

Ankara forderte Zulassung türkischer Medien

Das Münchner Gericht hatte kein einziges türkisches Medium zum Prozess akkreditiert.

Die türkische Regierung hat einen besseren Zugang türkischer Medien zum bevorstehenden Münchner NSU-Prozess gefordert. Angesichts der Bedeutung des Verfahrens für die Türken in Deutschland und die Öffentlichkeit in der Türkei sei zu wünschen, dass das Gericht seine bisherigen Entscheidungen in dieser Sache überdenke, verlautete am Donnerstag aus türkischen Regierungskreisen. Zwischen den Regierungen in Ankara und Berlin gebe es in dieser Frage keinerlei Differenzen.

Das Münchener Oberlandesgericht hatte am Montag die Liste der zugelassenen Medien veröffentlicht. Große ausländische Medien etwa aus der Türkei erhalten demnach keinen der 50 garantierten Pressesitzplätze im Prozess gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer ab dem 17. April.

Türkei-Bezug

Die im November 2011 aufgeflogene Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) wird für eine Deutschland-weite Mordserie an neun Migranten und einer deutschen Polizistin verantwortlich gemacht. Acht Opfer hatten türkische Wurzeln.

Dennoch hatte das Gericht auch eine Platzreservierung für den türkischen Botschafter in Berlin, Hüseyin Avni Karslioglu, abgelehnt. Karslioglu kündigte Anfang der Woche in der Zeitung Hürriyet an, auch ohne reservierten Sitzplatz im Gerichtssaal zur Prozessbeobachtung nach München zu reisen.

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