Chronik | Welt
28.11.2017

66 Bootsflüchtlinge im Schwarzen Meer aufgegriffen

Die Migranten waren bei starkem Wellengang in einem türkischem Fischerboot unterwegs.

Die rumänische Küstenwache hat in der Nacht auf Dienstag im Schwarzen Meer ein türkisches Fischerboot mit 62 Flüchtlingen an Bord aufgegriffen. Das Boot war in internationalen Gewässern etwa 17 Seemeilen vor der Schwarzmeerortschaft Eforie ausgemacht worden.

Die rumänische Küstenwache ersuchte zunächst die türkischen Grenzschützer um Unterstützung, eine Übernahme der Bootsflüchtlinge war letzteren jedoch infolge des starken Wellengangs nicht möglich. Daraufhin beschlossen die rumänischen Behörden, das Boot mit 24 Kindern, elf Frauen und 31 Männern an Bord in den Schwarzmeerhafen Constanta abschleppen zu lassen. Wegen der rauen See gestaltete sich die Abschlepp-Operation als langwierig, sodass das Boot den Hafen erst am Dienstagvormittag erreichte. Die 66 Migranten, die angaben, aus Afghanistan, Pakistan und dem Irak zu stammen, wurden zunächst ärztlich untersucht und versorgt und anschließend in ein Flüchtlingsaufnahmezentrum gebracht.