Asti (Piemont) trauert um verstorbenes Zwillingspaar

© APA/AFP/MARCO BERTORELLO

Chronik Welt
01/14/2021

Zwillinge im Piemont kurz hintereinander an Covid verstorben

Trauer um Brüder in Asti. Auch aus anderen Teilen Italiens werden ähnliche Schicksalsschläge berichtet.

von Ulrike Botzenhart

Die norditalienische Stadt Asti in der Region Piemont trauert um Zwillingsbrüder, die wenige Tage nacheinander beide am Coronavirus gestorben sind. Die beiden 66-Jährigen, Bruno und Gianni Bugnano, waren sehr miteinander verbunden. Sie lebten zusammen und hatten jahrelang im selben Unternehmen gearbeitet, bevor sie in Pension gingen.

Gianni Brugnano wurde zu Weihnachten ins Krankenhaus von Asti eingeliefert und starb einige Tage später. Am 4. Jänner wurde dann auch sein Bruder Bruno in der Wohnung tot aufgefunden. Er hatte sich wegen seiner Covid-19-Infektion in Quarantäne befunden. Aber da er nur leichte Symptome hatte, sei er nicht ins Spital gebracht worden, schreibt die Mailänder Tageszeitung „Corriere della sera“.

„Jeder kannte die beiden Zwillinge hier in der Stadt. Sie waren sehr beliebt. Mit ihnen verschwindet ein Teil der Geschichte unserer Stadt“, kommentierte der Bürgermeister von Asti, Maurizio Rasero.

Tod am 60. Hochzeitstag

Am Dreikönigstag sorgte das Schicksal eines Ehepaars in Rimini für Trauer und Rührung in Italien: Der 90-jährige Mann, der vor einem Jahr in ein Seniorenheim übersiedeln hatte müssen, starb am Coronavirus im Krankenhaus. Wenige Stunden nachdem seine Frau, die noch zu Hause lebt, von ihren vier Töchtern vom Tod des Ehemannes erfahren hatte, starb auch sie. Und das ausgerechnet am 60. Hochzeitstag der beiden

Bereits im Dezember starben zwei Eheleute aus der Adria-Stadt Riccione, die seit 63 Jahren verheiratet waren, ebenfalls am selben Tag.

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch ein Mailänder Ehepaar, das seit 63 Jahren verheiratet war. Beide starben im November am selben Tag am Coronavirus.

Italien zu den EU-Ländern mit der höchsten Zahl an Coronavirus-Todesopfern. Am Mittwoch wurde die Schwelle von 80.000 Toten seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 überschritten.

 

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