© APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU

Chronik Welt
05/28/2020

Wie ein Fabelwesen die Japaner vor Corona schützt

"Amabie" ist in Japan viral gegangen - und scheint zu wirken: Das 126-Millionen-Land hat nur wenig Fälle mehr als Österreich.

Eine Mainacht im Jahr 1846 – seltsame Meldungen ereilen den Beamten der Provinz Higo: Eine Meerjungfrau mit drei flossenartigen Beinen, langen Haaren und einem schnabelähnlichen Mund soll dem Meer entstiegen sein. Der Beamte eilt zum Strand – und fürwahr.

Sie spricht zu ihm: „Für sechs Jahre sollt Ihr eine gute Ernte haben. Und wenn sich eine Krankheit ausbreitet, zeichnet ein Bild von mir und jene, die krank sind, werden geheilt sein.“

Dann steigt sie ins Meer zurück und verschwindet.

Die Legende von „Amabie“ erfährt seit der Coronakrise in Japan hohe Aufmerksamkeit, nimmt das Internet im Sturm. Bürger basteln sich kleine „Amabie“-Figuren und auch auf Twitter werden täglich Tausende Kurznachrichten zu der niedlichen Figur hochgeladen, in der Hoffnung, es möge die Pandemie besiegen. Selbst das Gesundheitsministeriums verwendet auf seiner Webseite Bilder von „Amabie“ mit dem Aufruf: „Stop! Covid-19“.

 

Amabie scheint Wirkung zu zeigen – in Japan sind „nur“ 16.615 Menschen infiziert. Das sind nur etwas mehr Fälle als in Österreich (16.539) – für ein Land mit 126,5 Millionen Einwohnern eine außerordentliche Leistung.

Wie man eine Amabie zeichnet, gibt es hier zu sehen:

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