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Chronik Welt
08/04/2022

Wer den Mont Blanc besteigen will, muss 15.000 Euro Kaution zahlen

Trotz Warnungen, den Berg nicht von französischer Seite aus zu besteigen, zieht es zahlreiche "Pseudo-Bergsteiger" nach oben.

Auf dem Mont Blanc sollte es derzeit eigentlich ruhiger zugehen: Aufgrund der großen Gefahr von dürrebedingten Felsstürzen wird davon abgeraten, den Berg von der französischen Normalroute aus zu besteigen. Allerdings wird diese Empfehlung von zahlreichen Naturliebhabern ignoriert.

Beerdigung inklusive

Der Bürgermeister der Gemeinde Saint-Gervais, Jean-Marc Pelleix, hat nun auf diese Leichtsinnigkeit reagiert: Wer die auf 4.809 Metern liegende Bergspitze dennoch erklimmen will, muss 15.000 Euro Kaution hinterlegen. Dieser Betrag, der ab sofort von den "Pseudo-Bergsteigern", wie sie Pelleix nennt, verlangt wird, sei der durchschnittlich benötigte Betrag für eine Bergung und Beerdigung eines Opfers.

"Es ist inakzeptabel, dass der französische Steuerzahler für diese Kosten aufkommen muss", schrieb der Bürgermeister in einer Aussendung. So hätten sich Anfang Juli vier rumänische Touristen in kurzen Hosen auf den Weg zum Gipfel gemacht. Rettungseinheiten an Bord eines Hubschrauber hätten sie dann zur Rückkehr aufgefordert.

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