Symbolbild: Auf diesem Foto sind ältere Thailänder zu sehen, denen von Zahnmedizin-Studenten das Zähneputzen beigebracht wird, Februar 2017

© EPA/NARONG SANGANK

Chronik Welt
01/13/2020

Wegen Dürre: Thailänder sollen kürzer Zähne putzen

Thailand leidet unter einer akuten Wasserarmut. Lösung: Die Bewohner sollen eine Minute kürzer Zähneputzen.

Thailand muss Wasser sparen. Im südostasiatischen Land herrscht eine der schlimmsten Dürren seit gut 40 Jahren: Die Reisfelder trocknen aus, in der Hauptstadt Bangkok wird das Leitungswasser salzig. Nach Angaben der nationalen Behörde für Bewässerung vom Montag gilt in 18 Provinzen des Landes der Wassernotstand, dort sollen die Betroffenen Hilfe bekommen.

Um Wasser zu sparen, rief Regierungschef Prayut Chan-o-cha die Bevölkerung auf, das Duschen und Zähneputzen um je eine Minute zu verkürzen. Laut Energieminister Sontirat Sontijirawong soll nun Wasser von den Dämmen im Westen Thailands nach Bangkok umgeleitet werden.

Salzwasser sickert ins Grundwasser

In der Hauptstadt gibt es ein Problem mit sogenannter Salzwasserintrusion, das bedeutet grob gesagt: In Küstennähe dringt Salzwasser ins Grundwasser, und der Staudamm von Bangkoks Hauptfluss Chao Praya erhält derzeit nur halb so viel Wasser wie er eigentlich bräuchte, um das Meeressalz aus dem Grundwasser zu spülen.

Laut Meteorologen könnte die Dürre noch bis Juni dauern. Auch Teile des südostasiatischen Nachbarlands Kambodscha kämpfen derzeit mit der großen Trockenheit.

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