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Immer mehr Waldbrände in Italien: Fläche hat sich verdoppelt

965 Quadratkilometer Fläche 2025 in Italien verbrannt - die Toskana besonders betroffen.
ITALY-WILDFIRE-ENVIRONMENT

Zusammenfassung

  • Die Fläche der Waldbrände in Italien hat sich verdoppelt, besonders betroffen ist die Toskana.
  • Zur Prävention werden Waldpflege-Maßnahmen angepasst, feuerfeste Bäume gepflanzt und Unterholz entfernt.
  • Behörden investieren in neue Löschtechnik, setzen Drohnen ein und sensibilisieren die Bevölkerung für Waldbrandgefahr.

Zur Prävention werden zudem jedes Jahr die Maßnahmen zur Waldpflege angepasst. Wo möglich, werden Niederwälder in Hochwälder umgewandelt und feuerfeste Bäume gepflanzt. Vor der Saison wird auch Unterholz, also etwa Sträucher, ausgedünnt und beseitigt. 

Der Waldbrandschutz obliegt in Italien jedoch den Regionen, daher gibt es in dem Mittelmeerland einen Fleckerlteppich von Regeln. Mancherorts gilt etwa an oder in Wäldern ein Fahr- und Parkverbot für Autos oder sogar das Verbot, ein Waldgebiet überhaupt zu betreten.

48 Prozent aller Brände auf Waldökosysteme

Insgesamt entfielen 48 Prozent aller Brände auf Waldökosysteme. Etwa 123 Quadratkilometer Waldfläche wurden zerstört, darunter vor allem immergrüne Laubwälder, Laubmischwälder und Nadelwälder. Für das laufende Jahr 2026 verzeichnete ISPRA zwischen dem 1. Jänner und dem 9. Juni bereits rund 60 Quadratkilometer verbrannte Fläche. Knapp 20 Quadratkilometer davon waren Waldgebiete. 

Am stärksten betroffen ist bisher die Toskana mit 28 Prozent der verbrannten Waldflächen, gefolgt von Kalabrien mit 23 Prozent. ISPRA-Präsidentin Maria Alessandra Gallone bezeichnete Waldbrände als Herausforderung für Umwelt, Wirtschaft und Sicherheit. Notwendig seien stärkere Investitionen in Prävention, Überwachung und schnelle Eingriffe. Der Klimawandel erhöhe den Druck auf die Ökosysteme zusätzlich.

Der italienische Zivilschutz und die Feuerwehr starten jährlich vor dem Sommer Kampagnen, um die Bevölkerung für die Waldbrandgefahr zu sensibilisieren. In diesem Jahr haben die Behörden nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre aufgerüstet: Neue Löschflugzeuge und -hubschrauber sowie weiteres schweres Gerät wurden angeschafft. 

Außerdem setzen die Einsatzkräfte vermehrt Drohnen ein, um die gefährdeten Gebiete im Blick zu behalten. In einigen Gegenden wurde zudem das Hydranten-Netz zur Wasserversorgung ausgebaut.

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