Chronik | Welt
05.12.2018

Vierte Hinrichtung wegen Polizistenmord in Texas

Joseph Garcia war aus dem Gefängnis ausgebrochen und hatte mit sechs Komplizen einen Polizisten getötet.

Im US-Staat Texas ist ein berühmt-berüchtigter Straftäter hingerichtet worden. Der wegen Mordes verurteilte 47-jährige Joseph Garcia starb am Dienstag (Ortszeit) durch eine Giftspritze. Der Mann hatte zusammen mit sechs Komplizen einen Polizisten getötet. Trotz internationaler Proteste werden in Texas und anderen US-Staaten immer wieder Menschen hingerichtet.


Spektakulärer Gefängnisausbruch

Garcia war zu 50 Jahren Gefängnis wegen der Tötung eines Freundes während eines Streits verurteilt worden. Zusammen mit sechs anderen Insassen war er dann im Jahr 2000 an einem spektakulären Gefängnisausbruch beteiligt: Die Männer griffen Wärter an, um an deren Uniformen zu kommen, und zwangen einen weiteren Justizvollzugsbeamten, die Tür zu öffnen. Der Vater eines Häftlings wartete vor der Anstalt in einem Auto auf die Ausbrecher.

Die als " Texas Seven" bekannte Gruppe überfiel danach eine Reihe von Geschäften, schließlich an Weihnachten ein Sportartikelgeschäft in Dallas. Auf ihrer Flucht erschossen sie einen jungen Polizisten. Die Behörden starteten eine großangelegte Fahndung nach der Bande und setzten eine Belohnung von zuletzt 500.000 Dollar (438.250,50 Euro) aus.

Fünf von sieben bereits tot

Nach einer Fernsehsendung zur Suche nach den Straftätern wurden die Männer sechs Wochen nach ihrem Ausbruch in Colorado gefasst, einer von ihnen erschossen. Die anderen wurden zum Tode verurteilt, drei waren bereits vor Garcia hingerichtet worden. Zwei warten noch in der Todeszelle auf ihre Exekution. Die Anwälte von Garcia hatten vergeblich bis zur letzten Minute versucht, seine Hinrichtung zu verhindern. Sie verwiesen darauf, dass nicht er die tödlichen Schüsse auf den Polizisten abgefeuert habe.