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Erdbeben-Katastrophe in Venezuela: Bereits über 3.600 Todesopfer

Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, doch immer noch werden Leichen aus den Trümmern gezogen.
Bauarbeiter stehen auf den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes, während ein Kranhaken über ihnen in der Luft hängt.

Zusammenfassung

  • Zwei Wochen nach den Erdbeben in Venezuela wurden offiziell bereits 3.685 Todesopfer bestätigt, während die aktiven Such- und Bergungsarbeiten weitgehend beendet sind.
  • Die Hilfseinsätze konzentrieren sich nun auf Trümmerbeseitigung, Versorgung der Betroffenen und den Wiederaufbau, begleitet vom Besuch des UNO-Nothilfekoordinators Tom Fletcher in La Guaira.
  • Viele internationale Rettungsteams haben das Land verlassen, während Freiwillige und Angehörige weiterhin nach Vermissten in den Trümmern suchen.

Zwei Wochen nach den tödlichen Erdbeben in Venezuela geht der Einsatz im Katastrophengebiet in eine neue Phase. Die Hilfskräfte konzentrieren sich nun auf die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Betroffenen, wie Beteiligte mitteilten. Die Zahl der Toten steigt indes immer weiter. Offiziell wurden bisher 3.685 Todesopfer bestätigt.

In nur 24 Stunden stieg ihre Zahl um 150, wie aus einem Beitrag des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, auf der Plattform X vom Mittwoch (MESZ) hervorging. Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten gelten weitgehend als abgeschlossen, doch immer noch werden Leichen aus den Trümmern gezogen.

UNO-Nothilfekoordinator besucht die Katastrophenregion

Der UNO-Nothilfekoordinator Tom Fletcher traf am Dienstag (Ortszeit) in Venezuela ein und reiste in die am schwersten betroffene Region La Guaira im Norden des südamerikanischen Landes. „Wir fragen uns derzeit: Wie können wir diese Koordination in der nächsten Phase aufbauen - was die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Unterkünften sowie die benötigten medizinischen Einrichtungen angeht“, sagte er in einem Video.

Viele internationale Rettungsteams haben Venezuela bereits verlassen. „Das ist kein Aufgeben, sondern ein notwendiger Übergang hin zu einem würdigen Wiederaufbau“, teilte das mexikanische Einsatzteam Topos México auf der Plattform X mit. Der Rückzug sei durch das Ende des biologischen Überlebensfensters der Opfer gerechtfertigt. Zudem bestehe eine unmittelbare Gefahr weiterer Gebäudeeinstürze sowie die Notwendigkeit, in den eingestürzten Gebäuden schweres Gerät einzusetzen.

Freiwillige suchen weiter in den Trümmern

Freiwillige suchten jedoch weiter in den Trümmern. Verzweifelte Angehörige, die ihre Familienmitglieder noch immer nicht gefunden haben, verlangen, dass die Suche fortgesetzt wird - bis ihre Angehörigen lebend oder tot gefunden werden, damit sie zumindest bestattet werden können, wie die Zeitung „El Nacional“ berichtete.

Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni erschüttert. Mehr als tausend deutlich schwächere Nachbeben folgten. Vor allem in La Guaira liegen zahlreiche Gebäude in Trümmern. Zwei Wochen nach einem Erdbeben ist es Experten zufolge äußerst unwahrscheinlich, noch Überlebende zu bergen.

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