Thüringen: Feuer beschädigt Burg aus dem Jahr 1170
Runneburg in Weißensee
Zusammenfassung
- Teile der Runneburg in Weißensee, einer bedeutenden romanischen Burg aus dem 12. Jahrhundert, wurden bei einem nächtlichen Brand beschädigt.
- Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Teile der historischen Anlage; verletzt wurde niemand.
- Die Ursache des Feuers und das Ausmaß des Schadens sind noch unklar, Ermittlungen wurden eingeleitet.
Teile einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sind bei einem Brand im Norden des deutschen Bundeslands Thüringen beschädigt worden. Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen auf weitere Teile der Runneburg in Weißensee verhindern, wie ein Polizeisprecher sagte.
Das Feuer war demnach in der Nacht auf Donnerstag in einem Eckgebäude der Wehranlage ausgebrochen, direkt neben einem hohen Wachturm.
Ausmaß der Schäden noch nicht bekannt
Verletzt wurde bei dem Brand ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Der Einsatzort war laut einem Sprecher abgesperrt. Im Laufe des Tages sollen dort die Ermittlungen zum Brand beginnen. Zunächst waren die Einsatzkräfte von Schlimmerem ausgegangen: Durch den Wind und großen Funkenflug habe es so ausgesehen, als würden die Flammen auf weitere Teile des historischen Gebäudes übergreifen, sagte der Sprecher weiter. Feuerwehrleute konnten das aber verhindern.
Wie groß der Schaden an der Burg ist, war zunächst unklar. Ebenso blieb offen, warum das Feuer in der Nacht ausgebrochen war.
Kleine Schwester der Wartburg
Die Runneburg ist laut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten um 1170 erbaut worden und thront auf einem kleinen Berg am Rand der kleinen Stadt Weißensee. Sie zählt demnach zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als "Kleine Schwester" der bekannten Wartburg.
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