Bashar al-Assad und seine Frau Asma

© APA/AFP/LOUAI BESHARA

Chronik Welt
03/08/2021

Syriens Diktator Assad mit Coronavirus infiziert

Jetzt hat es auch das Ehepaar an der Spitze des syrischen Regimes erwischt. Das Paar habe nur "milde Symptome".

Am Montag gaben seine Syriens PrĂ€sident Bashar al-Assad und seine Frau Asma sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beiden gehe es gesundheitlich gut, teilte das syrische PrĂ€sidialamt am Montag mit. Sie zeigten milde Symptome, seien in ihrem Haus fĂŒr zwei, drei Wochen in Selbstisolation und wĂŒrden von dort aus weiter arbeiten.

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren nahm der syrische BĂŒrgerkrieg seinen Auftakt. Zehn Jahre spĂ€ter sind Millionen Syrer auf der Flucht, Tausende tot und Hunderttausende leiden Hunger im eigenen Land. Was sich nicht geĂ€ndert hat: Bashar al-Assad ist noch immer PrĂ€sident dieses Landes. GestĂŒtzt vor allem von Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin und dessen MilitĂ€r sowie den KĂ€mpfern des Iran.

Die Regierungstruppen und Assads AnhĂ€nger kontrollieren heute aber wieder einen Großteil des Landes.

Assad hatte die Macht in Syrien im Jahr 2000 von seinem Vater Hafis im Alter von damals 34 Jahren ĂŒbernommen.

Rede abgebrochen

Über gesundheitliche Beschwerden des 55 Jahre alten Assad war zuletzt nichts bekannt. Im vergangenen August hatte er eine Rede im Parlament allerdings wegen eines leicht abgesenkten Blutdrucks fĂŒr einige Minuten unterbrechen mĂŒssen, setzte diese dann aber fort, wie es von Seiten der Regierung seinerzeit hieß.

In Syrien wurden seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr offiziell mehr als 15.000 Corona-Infektionen und 1.000 TodesfÀlle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Hilfsorganisationen warnen, dass das Corona zunehmend um sich greift, vor allem in Nordwesten des Landes.

 

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