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Chronik Welt
10/28/2021

Studie bestätigt: Haie verwechseln Surfer mit Robben

Das Sehvermögen des Weißen Hais ist sechs Mal schwächer als das des Menschen. Angriffe auf Menschen sind dennoch selten.

Wenn ein Mensch von einem Hai angegriffen wird, handelt es sich um eine Verwechslung. Denn es berstätigte sich die Annahme, dass die Haie Schwimmer oder Surfer wegen ihrer Bewegungen irrtümlich für ihre übliche Nahrung, also etwa Robben halten.

Die vom britischen Wissenschaftsmagazin „Journal of the Royal Society Interface“ publizierte Untersuchung konzentrierte sich auf den Weißen Hai. Diese vom Menschen besonders gefürchtete Hai-Art kann Geruchs- und Schallwellen über große Distanzen wahrnehmen, ihr Sehvermögen ist hingegen schwach.

Der Weiße Hau kann  Farben und Formen nur schwach unterscheiden. Sein Sehvermögen ist demnach sechs Mal schlechter als das des Menschen. Dies bedeutet, dass der Weiße Hai zwischen Menschen und Flossenfüßern kaum unterscheiden kann.

Gefährliche Paddel- und Ruderbewegungen

Die Paddel- und Ruderbewegungen von Surfern und Schwimmern lassen ihn der Untersuchung zufolge schließen, dass es sich bei ihnen etwa um Robben handelt, die ähnliche Bewegungen mit ihren Flossen machen. Dabei ist nach Erkenntnissen der Forscher das Risiko von Surfern besonders hoch, vom Weißen Hai mit tierischer Beute verwechselt zu werden.


Für die Studie wurden Videoaufnahmen von Meeressäugern mit schwimmenden und surfenden Menschen aus der Perspektive des Hais verglichen - nämlich von unten. Dem Weißen Hai sei aus seinem Blickwinkel eine „eindeutige visuelle Unterscheidung zwischen Menschen und Flossenfüßern“ nicht möglich, schreiben die Autoren.

Es handle sich um die erste Studie, welche die Fälle von verwechselter Identität „aus der Perspektive des Weißen Hais“ betrachte, sagte die Hauptautorin Laura Ryan, Biologin an der Macquarie-Universität im australischen Sydney.

Weltweit 60 Attacken auf Menschen pro Jahr

Im vergangenen Jahr waren allerdings weltweit nur weniger als 60 Angriffe von Haien auf Menschen gezählt worden. Der Studie zufolge schüren diese Attacken jedoch ein „unverhältnismäßiges“ Ausmaß von Ängsten, da bisher zu wenig über die Verhaltensweisen von Haien bekannt sei.

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