Kerzen für Julen

© REUTERS/JON NAZCA

Chronik Welt
01/27/2019

Spanien: Zweijähriger Julen starb wohl bereits am Unglückstag

Das Kleinkind war vor zwei Wochen in einen illegal gegrabenen Brunnenschacht gestürzt.

Nach der Bergung des in einem Bohrloch in Spanien ums Leben gekommenen zweijährigen Julen ist die Leiche des Kindes am Samstag obduziert worden. Die Tageszeitung "Malaga Hoy" berichtete unter Berufung auf Kreise, die Obduktion habe ergeben, dass der kleine Bub an dem Tag starb, an dem er in das Loch gefallen war. Demnach starb der Zweijährige an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Der Zweijährige war am 13. Jänner in das illegal gegrabene und nicht markierte Bohrloch in Totalan gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten.

Hunderte Einsatzkräfte versuchten zu dem Kind zu gelangen

Hunderte Ingenieure, Polizisten und Bergbauexperten waren nach dem Unglück rund um die Uhr im Einsatz, um den Buben womöglich noch lebend retten zu können. Dabei waren sie immer wieder auf Schwierigkeiten angesichts des harten Gesteins gestoßen. In der Nacht auf Samstag war die Leiche des Buben gefunden worden.

71 Meter tief gestürzt

Seit Julens Verschwinden hatte es kein Lebenszeichen des Zweijährigen gegeben. Einsatzkräfte fanden zunächst lediglich Haare des Buben und ein Sackerl mit Süßigkeiten in dem Bohrloch.

Nach ersten Erkenntnissen war Julen 71 Meter "im freien Fall" in das enge Bohrloch gestürzt, bis sein Körper auf eine Erdschicht traf, wie die Behörden mitteilten. Möglicherweise war der Bub demnach nach seinem Sturz von Erde und Sand bedeckt worden, weshalb eine Kamera ihn nicht orten konnte

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