Eisbären mit Nebelhorn geweckt: 50.000 Kronen Geldstrafe
Forscher wollen Eisproben aus der Arktis für die Nachwelt erhalten.
Zusammenfassung
- Auf Spitzbergen wurde eine Person zu 50.000 Norwegischen Kronen Geldstrafe verurteilt, weil sie mit einem Schiffsnebelhorn einen schlafenden Eisbären geweckt haben soll.
- Der Vorfall ereignete sich Anfang August in einem Fjord im Nordosten Spitzbergens, woraufhin das Tier laut Gouverneur weglief.
- Die Gesetzgebung auf Spitzbergen verbietet es, Eisbären unnötig zu stören; auf dem Archipel leben laut Zählung von 2015 rund 260 der seit 1972 geschützten Tiere.
Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen ist eine Person zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Norwegischen Kronen (4.550 Euro) verurteilt worden, weil sie einen schlafenden Eisbären geweckt hatte.
Diese habe den Eisbären mit dem Nebelhorn eines Schiffes geweckt, teilte der Gouverneur des Archipels in der Arktis am Donnerstag mit. Daraufhin sei das Tier weggelaufen.
Der Vorfall ereignete sich Anfang August, als ein Schiff in einem Fjord im Nordosten Spitzbergens unterwegs war, rund tausend Kilometer vom Nordpol entfernt. Die Passagiere des Schiffs hätten einen auf dem Land schlafenden Eisbären entdeckt, teilte der Gouverneur von Spitzbergen mit.
Die Identität der Person, die das Nebelhorn betätigt hatte und nun verurteilt wurde, wurde nicht bekannt gegeben.
Gesetzgebung verbietet unnötige Störung der Tiere
Spitzbergen hat etwa eine doppelt so große Fläche wie Belgien. Der jüngsten Zählung aus dem Jahr 2015 zufolge leben auf dem Archipel rund 260 Eisbären.
Nach der örtlichen Gesetzgebung „ist es verboten, einen Eisbären unnötig zu stören, anzulocken oder zu verfolgen“. Die Tiere waren 1972 auf der Inselgruppe unter Schutz gestellt worden.
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