© EPA/ANDREA FASANI

Chronik Welt
07/18/2022

Rund die Hälfte des EU-Gebiets aktuell von Dürre bedroht

Brüssel erwartet Rückgang der Ernten. Auf 46 Prozent des EU-Gebiets soll ein "Risiko" für Dürre bestehen.

Rund die Hälfte des Gebiets der Europäischen Union ist nach Expertenangaben derzeit von Dürre bedroht. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag einen Bericht ihres Forschungszentrum zur Trockenheit im Juli, demzufolge auf 46 Prozent des EU-Gebiets ein "Risiko" für Dürre besteht. Für weitere elf Prozent des Gebiets gelte mangels Regen sogar bereits der Alarmzustand mit Folgen für Vegetation und Ernte.

"Frankreich, Rumänien, Spanien, Portugal und Italien werden wahrscheinlich mit einem Rückgang der Ernteerträge zu kämpfen haben", erklärten die Experten im Auftrag der EU-Kommission. Aber auch Deutschland, Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien seien "bis zu einem gewissen Grad betroffen". Am stärksten ist die Trockenheit demnach im norditalienischen Po-Becken.

Die Experten sprechen in ihrem Bericht von einer "atemberaubenden" Entwicklung. Wenn die bis September prognostizierte Trockenheit anhalte, würden sich die Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Wasserversorgung wie auch die Energiegewinnung durch Wasserkraftanlagen noch verschärfen.

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