Zu viele Touristen-Golfcarts: Rom will durchgreifen
Zusammenfassung
- Rom will die Zahl der Golfcarts für touristische Rundfahrten im historischen Zentrum begrenzen.
- Bewohner und Lokalpolitiker kritisieren Verkehrsbehinderungen, Sicherheitsrisiken und eine zusätzliche Belastung durch den Massentourismus.
- Die Region Latium kündigt verbindliche Regeln zu Nutzung, Routen und Sanktionen an; ein Gesetz könnte noch vor Jahresende kommen.
Die Stadt Rom will die Zahl der Golfcarts einschränken, die im historischen Zentrum von Touristen für Stadtrundfahrten gemietet werden. Die offenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge werden vor allem für Touren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten genutzt. Bewohner und Lokalpolitiker äußern jedoch zunehmend Kritik an dem Angebot. Sie verweisen auf einen deutlichen Anstieg der Fahrzeuge im Stadtzentrum.
Die Folge seien Verkehrsbehinderungen, Sicherheitsrisiken sowie eine zusätzliche Belastung durch den Massentourismus. Francesco Rocca, Präsident der Region Latium, zu der auch Rom gehört, kündigt nun Maßnahmen zur Regulierung an. Für die kommende Woche hat er ein Treffen mit Vertretern der Region, der Stadt Rom sowie Tourismusunternehmen und Reiseveranstaltern angekündigt. Ziel sei es, verbindliche Regeln für den Einsatz der Golfcarts zu erarbeiten. Ein generelles Verbot sei nicht vorgesehen, vielmehr gehe es um Vorgaben zu Nutzung, Routenführung und Sanktionen bei Verstößen.
Die Folge seien Verkehrsbehinderungen, Sicherheitsrisiken sowie eine zusätzliche Belastung durch den Massentourismus. Francesco Rocca, Präsident der Region Latium, zu der auch Rom gehört, kündigt nun Maßnahmen zur Regulierung an. Für die kommende Woche hat er ein Treffen mit Vertretern der Region, der Stadt Rom sowie Tourismusunternehmen und Reiseveranstaltern angekündigt. Ziel sei es, verbindliche Regeln für den Einsatz der Golfcarts zu erarbeiten. Ein generelles Verbot sei nicht vorgesehen, vielmehr gehe es um Vorgaben zu Nutzung, Routenführung und Sanktionen bei Verstößen.
Gesetz noch vor Jahresende
Nach Einschätzung des Regionalpräsidenten könnte ein entsprechendes Gesetz noch vor Jahresende verabschiedet werden, sofern eine Einigung mit allen Beteiligten erzielt wird. Die Umsetzung würde anschließend über Verordnungen der Stadt Rom erfolgen.
In der betroffenen Innenstadt wächst der Widerstand gegen die Fahrzeuge weiter. Kritiker fordern eine Lösung nach dem Vorbild von Florenz, wo regionale Regelungen den Einsatz bereits eingeschränkt haben. „In Florenz wurde das Problem gelöst, in Rom nicht“, sagte ein Bewohnervertreter. Die Golfcarts würden teils ganze Straßen blockieren und den ohnehin dichten Verkehr zusätzlich verschärfen. Kritisiert werden unter anderem unkontrollierte Haltepunkte, fehlende Standards im Betrieb sowie Sicherheitsrisiken für Fahrgäste und Fußgänger.
Der Konflikt fügt sich in die anhaltende Debatte über Massentourismus in der italienischen Hauptstadt ein. Kritiker sprechen von einer Überlastung des historischen Zentrums, das bereits durch Lieferverkehr, Veranstaltungen und Baustellen stark beansprucht sei. Der Druck auf die Politik, rasch zu handeln, nimmt weiter zu.
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