"Auf persönliche Sicherheit achten": Serbien spricht Reisewarnung für Kroatien aus
Zusammenfassung
- Serbien spricht wegen erhöhter Sicherheitsbedenken eine Reisewarnung für Kroatien aus und stuft das Land in die zweithöchste Risikokategorie ein.
- Kroatiens Tourismusminister hält die Warnung für unbegründet und verweist auf steigende Besucherzahlen sowie die Sicherheit des Landes.
- Auch Großbritannien und die Schweiz hatten zuvor Reisewarnungen für Kroatien ausgesprochen.
Serbien stuft Kroatien als Risikoland ein und rät von Reisen ab. Kroatien wird dabei in die Warnstufe Orange, die zweithöchste von vier Risikokategorien, eingestuft. Man solle "in der Kommunikation Vorsicht walten lassen und auf persönliche Sicherheit und Eigentum achten".
Öffentliche Versammlungen und Orte, an denen "mit Provokationen" zu rechnen sei, sollten gemieden werden. Als besonders risikobehaftet werden demnach organisierte Reisen eingestuft, etwa jene von Sportmannschaften, die ein besonderes Sicherheitsrisiko darstellen würden.
Kroatien sieht Reisewarnung als unbegründet
Kroatiens Tourismusminister Tonči Galvina sagte, er könne die Reisewarnung nicht nachvollziehen; die Sorge des serbischen Ministeriums sei „unbegründet“. Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Hrvatska Radiotelevizija erklärte Galvina, die Zahl der Übernachtungen serbischer Gäste sei in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gestiegen; zudem würden rund 20.000 serbische Bürger in der kroatischen Tourismusbranche arbeiten. Er zeigte sich überzeugt, dass die Empfehlung aus Belgrad keine nennenswerten Auswirkungen haben werde.
Galvina verwies zudem auf einen möglichen Zusammenhang mit der aktuellen Situation im Nahen Osten, die seiner Ansicht nach aber keinen Einfluss auf die Sicherheitslage in Kroatien habe. Kroatien gehöre zu den sichersten Ländern Europas, sagte der Minister.
Bereits Mitte Jänner hatte Großbritannien eine Reisewarnung für Kroatien herausgegeben, ebenso die Schweiz. Als Gründe wurden erhöhte Sicherheitsrisiken genannt, darunter Terrorgefahr und die Zunahme von Kleinkriminalität;
Reisende seien dazu aufgefordert, in großen Städten und touristischen Hotspots besonders aufmerksam zu sein.
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