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Streich gespielt: KI-Bild von Kobra löst Polizei-Großeinsatz aus

Ein mit KI generiertes Foto einer Schlange löste bei einer Baumschule einen Polizeieinsatz aus, der schnell ausartete.
Aufgerichtete Kobra mit geöffnetem Halskragen vor unscharfem Naturhintergrund.

In Deutschland kam es zu einem Großeinsatz auf dem Gelände einer Baumschule, nachdem den Chef des Unternehmens ein Bild einer Kobra erreicht hatte, die sich angeblich auf dem Anwesen herumtreibt. Dies löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Was weder der Schulleiter noch die Beamten wussten: Das Foto wurde mit einer Künstlichen Intelligenz erstellt. 

Kobra in Baumschule vermutet

Wie die süddeutsche Agentur News5, die sich auf Blaulicht-Meldungen spezialisiert hat, berichtet, ereignete sich der Vorfall am 15. Juli in Halstenbek. Die Polizei wurde auf ein Gelände einer Baumschule gerufen, auf dem sich eine lebensgefährliche Bedrohung befinden sollte: eine giftige Kobra. Ein 14-jähriger Mitarbeiter soll ein Foto mit Künstlicher Intelligenz kreiert haben, auf dem das angebliche Tier auf dem Grundstück der Baumschule zu sehen war. Dieses zeigte er seinem Vorarbeiter, der es gleich an den Betriebsleiter weiterleitete. Das löste einen Großeinsatz der Polizei aus, bei dem das Gelände mit Suchdrohnen abgeflogen und das Gebäude evakuiert wurde.

Tierexperte löste Fake-Vorfall auf

Die Situation spitzte sich so zu, dass die Beamten sogar Vorbereitungen für die offizielle Bevölkerungswarnung, die über die Katastrophen-App NINA ausgeschickt wird, getroffen haben. Laut Bild-Zeitung wurde sogar dafür gesorgt, dass ein Gegengift im Falle eines Kobrabisses organisiert wird. 

Erst nachdem ein Tierexperte der Hamburger Feuerwehr das Bild zu Gesicht bekam und das KI-Bild als Fälschung enttarnt hatte, konnte der Einsatz abgebrochen werden. Die Polizei ermittelt nun die genauen Hintergründe des Vorfalls und wer die rechtliche Verantwortung für den Fehlalarm trägt. Außerdem soll geprüft werden, ob der 14-Jährige arbeitsrechtlich korrekt im Unternehmen beschäftigt ist. 

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