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Chronik Welt
07/02/2021

Pilot lebensgefährlich verletzt: Boeing 737 musste auf dem Wasser notlanden

Die US-Küstenwache hat beide Besatzungsmitglieder mit dem Hubschrauber gerettet.

Ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 737 ist vor der Küste von Hawaii notgelandet. Die US-Küstenwache habe beide Besatzungsmitglieder gerettet, teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA am Freitag mit. Die Piloten hätten einen Motorschaden gemeldet und versucht, nach Honolulu zurückzukehren. Sie seien jedoch gezwungen gewesen, das Transair-Flugzeug gegen 02.30 Uhr morgens auf dem Wasser zu landen. "Die FAA und die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB werden den Vorfall untersuchen."

Die Besatzungsmitglieder seien mit Hubschraubern der Küstenwache und der Feuerwehr gerettet worden, sagte ein Sprecher der Küstenwache dem Sender CNN. Auch ein Schiff der Küstenwache sei im Einsatz gewesen. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden dem Sprecher zufolge zur Behandlung in ein Krankenhaus in Honolulu gebracht.

Laut einem Bericht der örtlichen Nachrichtenseite Hawaii News Now liegt einer der Piloten, ein 58-Jähriger, mit lebensgefährlichen Verletzungen auf der Intensivstation. Der zweite Pilot im Alter von 50 Jahren habe sich eine Kopfverletzung und mehrere Schnittwunden zugezogen. Die Maschine sei gesunken, berichtete Hawaii News Now weiter. Die Überreste würden geborgen.

33 Jahre altes Flugzeug

Die Transair-Maschine transportiert normalerweise Fracht zwischen den hawaiianischen Hauptinseln und war laut der Internetseite FlightAware zwischen Honolulu auf der Insel Oahu und Kahului auf Maui unterwegs. Bei dem Flugzeug handelt es sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen um eine mindestens 33 Jahre alte Boeing 737 Classic, nicht um eine 737 MAX.

Die Boeing 737 MAX hatte mit zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Toten in den Jahren 2018 und 2019 für Schlagzeilen gesorgt. Im März 2019 war ein weltweites Flugverbot für den früheren Verkaufsschlager des US-Flugzeugbauers verhängt worden, das erst Ende 2020 wieder aufgehoben wurde.

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